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Handelspakt Brexit-Beauftragter des EU-Parlaments hält Abkommen für „fair und ausgewogen“

Großbritannien schließt um Mitternacht den Brexit endgültig ab. Angesichts der Umstände hält David McAllister den neuen Handelspakt für einen guten Kompromiss.

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Der Brexit-Beauftragte des Europäischen Parlaments ist der Meinung, dass es letztlich keine Brexit-Gewinner gibt. Quelle: Reuters

Der Brexit-Beauftragte des Europäischen Parlaments, David McAllister, wertet den Handelspakt der EU mit Großbritannien angesichts der schwierigen Umstände als guten Kompromiss. Der Brexit-Deal sei „umfassend, fair und ausgewogen“, sagte der CDU-Europaabgeordnete und Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament der „Passauer Neuen Presse“ (Donnerstag). „Unsere künftige Partnerschaft mit dem Vereinigten Königreich steht damit auf einer soliden und rechtlich abgesicherten Grundlage, mit der Perspektive, unsere Beziehungen weiter zu vertiefen.“

Die fairen Wettbewerbsbedingungen seien „rechtlich verbindlich präzisiert worden“, lobte McAllister. Der EU sei es gelungen, die langfristigen Interessen ihrer Bürger und Unternehmen sowie die Integrität des Binnenmarktes zu wahren. Letztlich gebe es aber keine Brexit-Gewinner, das gelte für beide Seiten - auch wenn vor allem für Großbritannien klar geworden sei, dass ein Land, das die EU verlasse, am Ende auch spürbare Nachteile erfahre.

Großbritannien schließt am Donnerstag um Mitternacht den Brexit endgültig ab. Dann endet nach einer elfmonatigen Übergangsphase seit dem EU-Austritt auch die Mitgliedschaft im EU-Binnenmarkt und der Zollunion. Zu Neujahr wird die wirtschaftliche Trennung von der Europäischen Union vollzogen.

Ein in letzter Minute ausgehandeltes Handels- und Partnerschaftsabkommen soll einen harten Bruch vermeiden. Wichtigster Punkt ist, dass im Warenhandel auch künftig keine Zölle und Mengenbeschränkungen gelten. Zudem regelt der knapp 1250 Seiten starke Vertrag viele weitere Themen, darunter Fischfang und Zusammenarbeit bei Energie, Transport, Justiz, Polizei.

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