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Handelsschifffahrt „Grace 1“: Briten sollen iranischen Tanker bis zum Abend freigeben

Zuerst nahm die britische Marine einen iranischen Öltanker in Gewahrsam. Der Iran reagierte und setzte ein britisches Schiff fest. Nun könnte sich die Lage entspannen.

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Dubai Knapp sechs Wochen nach der Festsetzung eines iranischen Öltankers durch Großbritannien zeichnet sich eine Entspannung ab. Der iranischen Nachrichtenagentur Fars zufolge sollte das Schiff bis Dienstagabend freigegeben werden. Die halbamtliche Agentur berief sich auf Informationen der Behörden der britischen Exklave Gibraltar. Vor deren Küste war das Tankschiff „Grace 1“ von der britischen Marine am 4. Juli gestoppt worden und wird seitdem festgehalten.

Ein Sprecher der Regierung Gibraltars betonte Bemühungen um eine Deeskalation in der Angelegenheit. Seinen Worten zufolge läuft die Festsetzungsanordnung am Samstag aus. Auch der Vizechef der iranischen Hafen- und Seefahrtbehörde, Dschalil Eslami, sprach laut der Nachrichtenagentur Irna von einem Interesse der Briten, den Streit zu entschärfen. „Wir hoffen, dass die Freigabe bald erfolgen wird“, sagte er.

Nach Darstellung Großbritanniens sollte der Tanker Öl nach Syrien liefern und habe damit gegen EU-Sanktionen verstoßen. Der Iran bestreitet die Vorwürfe. Er setzte als Vergeltung zwei Wochen später einen britischen Tanker in der Straße von Hormus wegen angeblicher Verstöße gegen das Seerecht fest. Die Vorfälle haben die Spannungen im Iran-Konflikt und in der Golf-Region verstärkt.

Mehr: Der Verband Deutscher Reeder sieht die zivile Handelsschifffahrt im Persischen Golf gefährdet. Schiffe und Seeleute dürften nicht Geiseln eines weltpolitischen Konflikts werden.

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