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Handelsstreit EU plant Strafzölle – auch auf diese zehn ungewöhnlichen US-Exportschlager

Die EU droht mit Strafzöllen auf US-Produkte. Neben Harleys und Bourbon-Whiskey sind noch andere Branchen im Visier.

10. Platz: Kau- und SchnupftabakIn Deutschland gibt es den einen oder anderen prominenten Schnupftabak-Fan. Wer Nationaltorhüterlegende Sepp Maier (r.) kennt, weiß, dass er leidenschaftlich gerne „schnupft“. Auch der ehemalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering erlaubt sich hier und da mal ein „Näschen“. Dabei hätte die EU das Genussmittel beinahe verboten. Ein gewisser Edmund Stoiber, heute CSU-Ehrenvorsitzender, machte sich in Brüssel dafür stark, dass die Prisen legal bleiben. Im vergangen Jahr wurden Schnupf- und Kautabakerzeugnisse im Wert von insgesamt 200.000 Euro aus den USA nach Europa importiert. Quelle: dpa Picture-Alliance
9. Platz: WasserpfeifentabakImmer weniger junge Menschen greifen in Deutschland regelmäßig zur Zigarette. Aktuelle Zahlen belegen jedoch auch, dass bunte und peppige Wasserpfeifen und Shishas eine große Anziehungskraft auf Kinder und Jugendliche ausüben – eine besorgniserregende Entwicklung. Beim Konsum in geschlossenen Räumen kann es zu lebensgefährlichen Kohlenmonoxid-Vergiftungen kommen. Zuletzt gab es in der ganzen Republik mehrere schwere Zwischenfälle. Das hat einige Städte und Kommunen dazu veranlasst, neue Regeln für „Shisha-Bars“ einzuführen, um die unsichtbare Gefahr zu bannen. Im Jahr 2017 wurde aus den Vereinigten Staaten Wasserpfeifentabak im Wert von 1,75 Millionen Euro in die EU eingeführt. Quelle: dpa Picture-Alliance
8. Platz: Aufblasbare BooteEine Seglerin fährt auf der „boot“ in Düsseldorf eine aufblasbare Segeljolle. Die Messe gilt als das Mekka der internationalen Wassersportszene. Rund 1900 Aussteller aus 65 Ländern stellten im Januar auf der „boot“ Neuigkeiten für den Wassersport vor. US-Importe von aufblasbaren Booten zu Sport- und Vergnügungszwecken in die Europäische Union beliefen sich im vergangenen Jahr auf einen Wert von zwei Millionen Euro. Quelle: dpa Picture-Alliance
7. Platz: JeansDas beliebte Bekleidungsstück hat in der EU-Kommission seine eigene Kategorie: Lange Hosen aus Denim, einschließlich Kniebundhosen. Hiervon wurden Waren im Wert von 5,75 Millionen Euro aus den USA importiert. Quelle: dpa Picture-Alliance
6. Platz: OrangensaftDer Frühstücksklassiker ist mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 7,5 Litern neben Apfelsaft der meistgetrunkene Saft in Deutschland. Nicht nur als purer Saft macht er sich gut auf dem Frühstückstisch, sondern auch als Zutat im morgendlichen Smoothie oder den derzeit schwer angesagten „Overnight Oats“. Laut EU-Kommission wurde im Jahr 2017 Orangensaft aus den Vereinigten Staaten im Wert von über 15 Millionen Euro in Europa eingeführt. Quelle: dpa Picture-Alliance
5. Platz: ErdnussbutterAmerikaner lieben die hellbraune Creme in allen Varianten. Die Firma „Peanut Butter & Co.“ stellt eine ganze Palette unterschiedlicher Erdnussbutterprodukte her. Bis zum Jahr 2016 betrieb das Unternehmen auch ein Restaurant in New York, den „Peanutbutter & Co. Sandwich Shop“. Auch die Europäer lecken sich die Finger nach dem gehaltvollen Aufstrich. Aus den USA wurde vergangenes Jahr Erdnussbutter im Wert von fast 23 Millionen Euro eingeführt. Quelle: dpa Picture-Alliance
4. Platz: Arbeits- und BerufslatzhosenGenerationen von jungen TV-Zuschauern sind mit diesem Latzhosenträger großgeworden. In „Löwenzahn“ erklärte der inzwischen verstorbene Peter Lustig (r.) die Welt, 25 Jahre lang. Mit spannenden Experimenten führte er seine Zuschauer an Natur und Technik heran. Ob er sein Lieblingskleidungsstück aus den Vereinigten Staaten bezog, ist nicht überliefert. Sicher ist jedoch, dass die Amerikaner letztes Jahr Arbeitslatzhosen und Berufslatzhosen für knapp 26 Millionen Euro in die Staatengemeinschaft einführten. Quelle: dpa Picture-Alliance
3. Platz: Cranberry-ProdukteCranberries schwimmen bei der Ernte auf einem Teich. Die der Gattung der Heidelbeeren zugehörige Pflanzenart schmeckt als Saft erfrischend, herb-süß und hilft, Harnwegsinfektionen vorzubeugen. Im EU-Zollverzeichnis findet man sie unter dem Namen „Preiselbeeren und Moosbeeren: Vaccinium macrocarpon, Vaccinium oxycoccos, Vaccinium vitis-idaea“. Für insgesamt fast 85 Millionen Euro importierte Europa Kranichbeerenerzeugnisse wie Konfitüre und Säfte aus den Staaten. Kein Wunder, dass Cranberry-Farmer die Besorgnis äußerten, bald zu den möglichen „Kollateralschäden“ von Präsident Trumps Handelspolitik zu gehören. Quelle: Picture Alliance
2. Platz: SpielkartenPokerspieler und Croupiers sitzen im Grand Hyatt Berlin Hotel an einem Spieltisch. Mitte der 2000er-Jahre erlebte die Welt einen regelrechten „Poker-Boom“. Obwohl der große Hype nach einigen Jahren vorbei war, ist die Nachfrage nach amerikanische Spielkarten in Europa sehr groß. Allein im letzten Jahr verschifften die USA Spielkarten im Wert von über 117 Millionen Euro in die EU-Zone. Mögliche Strafzölle durch die EU-Kommission würde die Hersteller des amerikanischen Blatts hart treffen. Quelle: dpa Picture-Alliance
1. Platz: Make-UpDer Tisch im Backstage-Bereich der Fashion Week in Berlin ist überfüllt mit Schminkwerkzeug. Die Kosmetik-Branche boomt momentan wie noch nie. Nach einer Studie der Marktforschung Euromonitor ist der Markt für so genannte Cover-Up-Kosmetik – also alle Produkte rund um die Augen, Make-Up, Lippenstifte und Nagellack – zwischen 2011 und 2016 um ein Drittel auf 53 Milliarden Euro gestiegen. Im vergangenen Jahr exportierten allein die USA Make-Up-Produkte im Wert von über 271 Millionen Euro nach Europa. Sollte es zwischen den beiden Kontinenten zum Handelskrieg kommen, würde das der Branche einen empfindlichen Dämpfer verpassen. Quelle: dpa Picture-Alliance
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