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Handelsstreit Ifo-Institut fordert Gespräche über Freihandelsabkommen zwischen EU und USA

Das Treffen zwischen Juncker und Trump könnte richtungsweisend im Handelsstreit werden. Das Ifo-Institut will sogar einen Schritt weitergehen.

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Der Ifo-Handelsexperte fordert ernsthafte Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen. Quelle: Imago

Berlin Das Münchener Ifo-Institut hat die Europäer aufgefordert, das US-Angebot für Verhandlungen über eine Freihandelszone der großen Industrieländer anzunehmen. Der Ifo-Handelsexperte Gabriel Felbermayr sagte am Montag: „Die EU-Spitzen Juncker und Tusk sollten bei ihrem Treffen am kommenden Mittwoch mit US-Präsident Trump die Beleidigungen der letzten Tage vergessen und die Aufnahme von ernsthaften Verhandlungen anbieten“.

Felbermayr bezog sich auf Äußerungen von US-Finanzminister Steven Mnuchin. Der hatte beim G20-Treffen in argentinischen Buenos Aires ein Freihandelsabkommen zwischen den G-7-Staaten – den USA, Kanada, Japan, Frankreich, Deutschland, Italien und Großbritannien – ins Gespräch gebracht.

„Das ist ein Angebot, das die EU unbedingt aufnehmen muss“, sagte Felbermayr. „Man kann nicht den amerikanischen Protektionismus mit Gegenzöllen geißeln, um den weltweiten Freihandel zu retten, und sich einer solchen Initiative verweigern.“ Der Experte empfahl die zügige Aufnahme von Sondierungsgesprächen. „Diese sollten nicht, wie Frankreich dies fordert, von der Aufgabe der amerikanischen Stahl- und Aluminiumzölle abhängig gemacht werden.“

Es gebe aber beim US-Angebot noch Unklarheiten. So spreche Mnuchin vom Abbau von Subventionen und von „anderen Handelsschranken“, wobei nicht ganz klar ist, was mit letzteren genau gemeint ist. Die ökonomische Rechtfertigung eines solchen Freihandelsabkommens hält Felbermayr aber für sehr überzeugend. Statt in einen schädlichen Handelskrieg zu laufen, könnten damit langfristig positive Wachstumseffekte in den USA und der EU von rund zwei Prozent ausgelöst werden, sagte er.

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