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Handelsstreit Trump wettert gegen Handelsbarrieren für Agrarprodukte

Der Handelsstreit mit den USA verschärft sich weiter. Eine Eskalation fürchtet US-Präsident Trump nicht, die USA könnten nur noch gewinnen.

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Peking Wenige Tage vor dem Gipfeltreffen der sieben führenden Industrienationen (G7) feuert US-Präsident Donald Trump den Handelsstreit mit anderen wichtigen Wirtschaftsmächten weiter an. Er warf am Montag China und Kanada Handelsbarrieren auf Agrarprodukte vor. „Inakzeptabel!“, twitterte Trump. In dem Zusammenhang kritisierte er chinesische Aufschläge auf Sojabohnen.

Die britische Premierministerin Theresa May will in dieser Woche mit Trump über die US-Stahl- und Aluminiumzölle sprechen, die seit Freitag auch für Einfuhren aus der EU gelten. May werde ihre Enttäuschung darüber zum Ausdruck bringen, sagte ihr Sprecher. Aus Kreisen des französischen Präsidialamts verlautete, Präsident Emmanuel Macron werde womöglich am Rande des G7-Gipfels am Freitag und Samstag im kanadischen Quebec Gespräche mit Trump führen.

Beim letzten Treffen der G7-Finanzminister war der Konflikt der anderen Teilnehmer mit der US-Regierung in Zollfragen deutlich zutage getreten. Der deutsche Ressortchef Olaf Scholz hatte von einem ungewöhnlich starken Dissens gesprochen und die Hoffnung geäußert, dass es bei der bevorstehenden Zusammenkunft der Staats- und Regierungschefs zu einer Annäherung kommt. Trump hatte sich am Wochenende unnachgiebig gezeigt. Seinen Worten zufolge können die USA in dem Streit selbst im Falle einer Eskalation nur gewinnen, da ihr Handelsbilanzdefizit etwa gegenüber der EU und China bereits sehr hoch sei.

Die Volksrepublik, die nicht zur G7-Gruppe gehört, bekräftigte zu Wochenbeginn ihre Bereitschaft, den Clinch im Dialog beizulegen. Die Tür für Konsultationen sei immer offen, sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying. Nach einem Treffen zwischen US-Handelsminister Wilbur Ross und dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Liuen He am Sonntag in Peking hatte China die USA vor der Einführung zusätzlicher Zölle gewarnt. Andernfalls seien jüngst getroffene Grundsatzvereinbarungen zur Entschärfung des Konflikts nichtig. Beide Länder drohen sich gegenseitig mit Zöllen auf Waren im Gesamtwert von jeweils bis zu 150 Milliarden Dollar. China hatte sich gleichwohl jüngst bereit erklärt, deutlich mehr Waren einzuführen, auch aus den USA.

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