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Hansgrohe Asien "'Made in Germany' alleine reicht nicht"

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Chinesen wollen Qualität statt Billigware

Fabers düstere Prognose für China
Marc Faber Quelle: Andreas Chudowski für WirtschaftsWoche
Rio de Janeiro Quelle: dapd
Kupfermine in Chile Quelle: IVAN ALVARADO
Taipeh 101 Quelle: dpa/dpaweb
Casino in Macau Quelle: REUTERS
Louis Vuitton in Shanghai Quelle: AP
Transformator Quelle: REUTERS

Ziehen die Chinesen nicht auch in dieser Hinsicht zunehmend stärker nach?

Das tun sie. Denn chinesische Kunden achten nicht mehr mehr wie früher nur auf den Preis, sondern wollen auch Qualität und ausgezeichnetes Design. Das verändert für uns den Wettbewerb, denn unsere Konkurrenten kommen inzwischen auf ähnliche Kosten für Forschung, Technik und Personal wie wir. So entsteht mehr und mehr ein Wettkampf unter Gleichen. Um da zu bestehen, müssen wir weiterhin die besseren Produkte machen.

Die größten Risiken für die deutsche Wirtschaft

Gibt es in China überhaupt fairen Wettbewerb? Erhalten die einheimischen Anbieter nicht jede Menge Vorteile durch indirekte Förderungen, Subventionen oder Steuerermäßigungen?

Das gilt vielleicht für die Solarenergie und auch für die Biotechnologie, aber in unserer Branche ist das nicht so sehr der Fall. Da funktioniert der Markt noch. So sind drei der fünf führenden Unternehmen für Sanitäranlagen auf dem chinesischen Markt internationale Firmen. Und wir sind eine davon. Doch wir übersehen nicht, dass die chinesischen Firmen viel dafür tun, um sich weiterzuentwickeln. Sie automatisieren ihre Fabriken momentan enorm. Dadurch werden ihre Anlagen deutlich besser. So gut wie deutsche Technik.

In Deutschland verkauft Hansgrohe an Handwerker und Bauträger, in China müssen Sie dagegen die Endverbraucher überzeugen. Wie schafft Hansgrohe das?

Indem wir den Vertrieb entsprechend ausbauen. Die Hälfte der Wohnungen in China wird leer verkauft, deshalb sind die Ausstellungen mit unseren Produkten immens wichtig.

In den vergangenen Jahren haben wir 400 neue, hochwertige Verkaufsstellen mit einer Fläche von jeweils mehr als 200 Quadratmeter in China aufgebaut, weitere 100 sollen noch in diesem Jahr dazukommen. Die Kunden wollen die Produkte sehen und sie anfassen. Sie informieren sich genau über die Produkteigenschaften, da sie alles selbst aussuchen. In Deutschland überlassen es viele Kunden dem Installateur, die Armaturen für sie auszuwählen.

Ausland



Die Wirtschaftslage in China hat sich seit Ende des vergangenen Jahres verschlechtert. Haben Sie Angst vor einem weiteren Abschwung? In den vergangenen Jahren war das Wachstum in China exorbitant. Es wird sich etwas normalisieren. Aber von einer Krise gibt es keine Spur. Das Potenzial bleibt riesig. Die Mittelschicht wächst rasant, viele Menschen werden in den kommenden Jahren eine Immobilie kaufen. Und sie legen immer mehr Wert auf Qualität. China bleibt ein Zukunftsmarkt – gerade für uns.

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