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Haushaltskrise Italiens Wirtschaftsminister gegen Verkauf von Goldreserven

Giovanni Tria lehnt es ab Gold zu verkaufen, um den Haushalt zu stützen. Die Regierung will ein Gesetz erlassen, dass Goldreserven dem Staat zuspricht.

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Staatlicherseits dürften keine entsprechenden Anweisungen gegeben werden, da die italienische Notenbank, bei der das Gold liegt, unabhängig sei, so Tria. Quelle: Reuters

Rom Italiens Wirtschaftsminister Giovanni Tria hat sich von Überlegungen distanziert, Gold zu verkaufen, um Haushaltslöcher zu stopfen. Einzig die Europäische Zentralbank (EZB) könne über Italiens Goldreserven für Finanztransaktionen verfügen, sagte Tria am Montag dem Fernsehsender Rete4.

Staatlicherseits dürften keine entsprechenden Anweisungen gegeben werden, da die italienische Notenbank, bei der das Gold liegt, unabhängig sei. Ferner dürfe die Bank von Italien der italienischen Regierung kein Gold zur Verfügung stellen, da dies Staatshilfe wäre und somit gegen EU-Regeln verstieße, sagte Tria, der keiner der beiden Regierungsparteien angehört.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der Regierungspartei Lega, Claudio Borghi, hat einen Gesetzentwurf ausgearbeitet, demzufolge die Goldreserven dem Staat und nicht der Zentralbank gehören. Damit eine entsprechende Verfassungsänderung in Kraft träte, wäre ein langwieriger Gesetzgebungsprozess nötig. Italien verfügt über die weltweit drittgrößten Goldreserven nach den USA und Deutschland.

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