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Haushaltsstreit Verlassen der Euro-Zone wäre laut Juncker Italiens „Selbstmord“

Jean-Claude Juncker ist verstimmt über Italiens Verhalten im Haushaltsstreit. Jetzt warnt er die Südeuropäer vor einem Ausstieg aus dem Euro.

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Italien: Euro-Ausstieg wäre laut Jean-Claude Juncker der Untergang Quelle: Reuters

Wien EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sieht kein Risiko, dass Italien im Zuge des Haushaltsstreits die Euro-Zone verlässt. „Diese Gefahr sehe ich nicht, weil das Selbstmord wäre“, sagte Juncker am Freitag in einem Interview mit dem ORF-Radio.

Dass Italien gegen die Maastricht-Regeln verstoße, stimmt Juncker „missmutig“: „Ich finde es eigentlich nicht nachvollziehbar, wieso ein Mitgliedsland der Euro-Zone sich sehr bewusst, sehr dezidiert so äußert, dass das große Ganze ihn nicht interessieren würde“.

Während seiner Amtszeit habe er immer wieder mit Staaten zu tun gehabt, die sich schwer getan hätten, das Regelwerk einzuhalten, sagte der Kommissionschef. „Aber alle haben sich redlich bemüht. Jetzt sagt zum ersten Mal jemand, die Regeln interessieren uns nicht. Das wird Folgen haben.“

Viele Italiener wollten Mitglied der Europäischen Union bleiben. Eine zunehmende Zahl bekenne sich auch klar zum Euro, da sie „merken, spüren, wissen, vorausahnen, dass der Euro auch sie schützt“, sagte Juncker.

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