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Hillary Clinton Clinton will für Mittelschicht kämpfen

Hillary Clinton hat vor Tausenden Anhängern in New York ihren ersten großen Wahlkampfauftritt absolviert. Ihre Kernbotschaft an die Wähler ist klar. Im Mittelpunkt steht die Wirtschaft - und alle sollen profitieren.

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Hillary Clinton Quelle: AP

US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat sich in ihrer ersten größeren Wahlkampfrede als Kämpferin für die Mittelschicht präsentiert. „Amerika kann nicht erfolgreich sein, wenn ihr nicht erfolgreich seid. Daher bewerbe ich mich um die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten“, sagte die Ex-Außenministerin und einstige First Lady vor mehreren Tausend jubelnden Anhängern auf Roosevelt Island in New York. Dazu zählten auch ihr Mann, Ex-Präsident Bill Clinton, und Tochter Chelsea.

Clinton stellte die Wirtschaft und Chancengleichheit für Alle deutlich in den Vordergrund ihrer kämpferischen Rede. Immer wieder betonte sie, dass nicht nur die Reichen profitieren dürften. „Wohlstand ist nicht nur etwas für CEOs und Hedgefonds-Manager“, erklärte die 67-Jährige. „Ich trete an, um dafür zu sorgen, dass die Wirtschaft für alle Amerikaner funktioniert.“

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Den republikanischen Präsidentschaftsbewerbern hielt sie vor, die Uhren zurückdrehen und eine Politik betreiben zu wollen, die Unternehmer und Reiche begünstige. Sie selbst versprach unter anderem für den Fall eines Wahlsieges eine gerechte Steuerreform, Anreize für Firmen, die ihren Arbeitern einen fairen Anteil an den Profiten gäben, Verbesserungen der Infrastruktur, Zugang zu Kindergartenplätzen und erschwingliche Studienplätze für alle.

Außerdem wandte sie sich gegen eine Diskriminierung von gleichgeschlechtliche Partnern und setzte sich für eine Reform der Einwanderergesetze ein, die gesetzestreuen illegalen Immigranten den Zugang zur US-Staatsbürgerschaft eröffne. Sie werde zudem Amerika zur „Supermacht der sauberen Energien des 21. Jahrhunderts“ machen. Die Außenpolitik sprach Hillary Clinton nur am Rande an.

Der Zerfall Amerikas in Bildern
2011 begann Seph Lawless damit, sich mit dem urbanen Zerfall zu beschäftigen. Er fotografiert verlassene Fabriken, Kirchen, Krankenhäuser - und Shopping Malls. Von dem einstigen Konsumtempel der Ohio’s Randall Park Mall sind nur noch Ruinen übrig.
Nachdem er gut 3000 Fotos geschossen hatte, begann Lawless den Zerfall der Shopping Malls in seinem ersten Buch, " The Autopsy of America" zu dokumentieren.
Sein neues Buch " Black Friday: The Collapse of the Modern Mall" beschäftigt sich mit den einstigen Symbolen für Konsum und Kapitalismus. Von vielen sind nur noch traurige Ruinen übrig, wie hier in der Ohio's Randall Park Mall, früher eine der größten Malls in ganz Amerika.
Wo früher gut gelaunte Shopping-Liebhaber ihren Kaffee tranken, finden sich heute nur noch Scherben.
"Ich hoffe, dass die Leute meine Bilder sehen und das Ende der größten Wirtschaftsmaschine der Welt erkennen - die Vereinigten Staaten von Amerika", so Lawless.
Hier blüht nichts mehr. Nirgendwo werde der Zerfall Amerikas so deutlich wie an den Shopping Malls, meint Seph Lawless.
Auch die Rolling Acres Mall in Akron, Ohio, hat ihren früheren Glanz verloren.

Ihre Rolle als „Fürsprecherin“ der Mittelschicht und Familien leitete Clinton von ihren eigenen Lebens- und politischen Erfahrungen ab. Wiederholt wurde sie persönlich und verwies auf ihre - inzwischen verstorbene - Mutter Dorothy Rodham, die sich trotz harter Bedingungen durchgekämpft und ihr Vertrauen in Amerika nie verloren habe. Beobachter werteten dies als Versuch Clintons, ihr verbreitetes Image als kühl kalkulierende machtliebende Politikerin abzumildern.

Die Demokratin hatte ihre Kandidatur bereits vor zwei Monaten in den sozialen Medien bekanntgegeben. Bisherige Wahlkampfauftritte beschränkten sich jedoch auf Gespräche mit kleineren Gruppen.

Ausland



Im Gegensatz zu ihrer Bewerbung 2008, als sie das Vorwahlrennen gegen den jetzigen Präsidenten Barack Obama verlor, hat Clinton es diesmal mit keinem demokratischen Gegenkandidaten zu tun, der ihr gefährlich werden könnte. Nach Angaben der Webseite Realclearpolitics führt sie durchschnittlich mit 47,5 Punkten vor ihrem innerparteilichen Kontrahenten Bernie Sanders, der damit an zweiter Stelle liegt.

Auch bei der Präsidentschaftswahl würde Hillary Clinton nach Umfragen zum jetzigen Zeitpunkt jeden republikanischen Gegenbewerber schlagen. Am knappsten würde demnach mit 2,8 Prozentpunkten Vorsprung ein Zweikampf mit dem libertären Senator Rand Paul ausgehen. Wäre Jeb Bush ihr Gegner, hätte sie mit 5,2 Prozentpunkten die Nase vorn. Der Ex-Gouverneur von Florida sowie Bruder und Sohn ehemaliger Präsidenten will am Montag offiziell in den Wahlkampf einsteigen.

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