Hohe Erwartungen Gesamtmetall-Chef sieht Chancen durch Freihandelszone mit USA

Die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit den USA gehen im Oktober in die zweite Runde. Die deutsche Industrie hat hohe Erwartungen und warnt vor zu viel Ausnahmen.

Wie sich die Welt abschottet
US-Präsident Barack Obama Quelle: dpa
Ein Straßenhändler in Indien Quelle: REUTERS
Ein Bauer füttert seine Kühe Quelle: dpa/dpaweb
Abbau von Seltenen Erden in einer Mine in Ganxian Quelle: dpa
Die Christusstatue auf dem Corcovado Quelle: dapd
Mitarbeiter der Volkswagen AG im VW-Werk in Kaluga Quelle: AP
Arbeiter entladen importierten Reis von einem Schiff Quelle: REUTERS

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall erwartet durch das geplante Freihandelsabkommen mit den USA einen Wachstumsschub für die Branche. Das Geschäft mit den USA könne dadurch einen neuen Boom in der Metall- und Elektroindustrie erfahren, sagte Verbandspräsident Rainer Dulger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). „Insbesondere der Maschinen- und Anlagenbau würde profitieren, weil die USA versuchen, die eigene Industrie wiederzubeleben - und dazu brauchen sie unsere Maschinen.“
Noch bestehe allerdings das Risiko, dass die Freihandelszone nicht umgesetzt werde oder einzelne Branchen vom Wettbewerb ausgeschlossen würden. „Ich halte gar nichts von Schutzzöllen“, sagte Dulger. Das gelte auch für dezent als Norm verbrämte Vorschriften und Ähnliches. „Entweder ich bin für freien Handel und für Wettbewerb, oder ich habe Angst vor ihm - aber bitte nicht mit zweierlei Maß.“

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Im Oktober steht die zweite Verhandlungsrunde für das Freihandelsabkommen mit den USA an. EU-Handelskommissar Karel De Gucht sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstag), das Abkommen solle aus EU-Sicht so umfassend wie möglich werden, kein Bereich werde ausgenommen. „Das bedeutet aber nicht, dass wir uns bei allen Themen auch einigen können - insbesondere, wenn es um Nahrungsmittelsicherheit geht“.
Mit Blick auf unterschiedliche Normen sagte De Gucht, in Amerika gebe es oft von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedliche Regeln etwa zur Betriebserlaubnis von Maschinen. Europa habe für alle 28 Länder einheitliche Regeln. Ziel sei es, dass Amerika und Europa bereits bestehende Standards gegenseitig anerkennen und künftige gemeinsam entwickelten. „Das wird nicht einfach, das ist mir klar“, sagte der Handelskommissar.

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