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Im Zollstreit mit China US-Handelsdefizit sinkt – aber nicht das besonders sensible mit China

Das US-Handelsdefizit ist im April geringer ausgefallen als erwartet. Der Blick auf Handelspartner China bleibt jedoch ernüchternd.

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US-Präsident Trump hat Handelspartner China mehrfach vorgeworfen, die USA auszunutzen. Quelle: AP

Washington Mitten im Zollstreit mit China und der EU ist das Handelsdefizit der USA so klein ausgefallen wie seit sieben Monaten nicht mehr. Die Importe übertrafen die Exporte im April nur noch um 46,2 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Das sind 2,1 Prozent weniger als im März. Ökonomen hatten 49 Milliarden Dollar erwartet.

Grund für den Rückgang: Die US-Exporte von Waren und Dienstleistungen erreichten mit 211 Milliarden Dollar einen Rekordwert für einen einzelnen Monat, während die Importe leicht zurückgingen. Bessere Werte gab es für die USA unter anderem im Handel mit Mexiko und Japan.

Das politisch besonders sensible Defizit mit China weitete sich gegen den Trend aus: Es kletterte um 8,1 Prozent auf 28 Milliarden Dollar, da die US-Exporte nach China deutlich abnahmen. US-Präsident Donald Trump hat mehrfach gesagt, sein Land werde von Handelspartnern wie der Volksrepublik ausgenutzt. Er hat deshalb höhere Zölle auf chinesische Importe wie Waschmaschinen und Solarzellen durchgesetzt. Die Volksrepublik droht im Gegenzug ebenfalls mit Zöllen im Wert von 150 Milliarden Dollar.

Das US-Handelsdefizit mit der EU stieg ebenfalls gegen den Trend auf fast 15 Milliarden Dollar. Die USA haben mit neuen Zöllen auf Stahl- und Aluminiumprodukte einen Handelsstreit mit den Europäern vom Zaun gebrochen. Diese reagieren jetzt mit Vergeltungsmaßnahmen. Auch Mexiko und Kanada wollen diesen Weg gehen.

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