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Infrastruktur Bericht warnt vor schweren Schäden an 840 Brücken in Frankreich

Ein Drittel von Frankreichs Brücken sind reparaturbedürftig. Der Brückeneinsturz in Italien verschärft die Lage. Verkehrsministerin Borne will nun handeln.

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Paris Eine von der französischen Regierung in Auftrag gegebene Überprüfung der Brücken im Land sieht schwere Mängel an etwa 840 solchen Bauwerken. Von den 12.000 vom Staat unterhaltenen Brücken in Frankreich sei ein Drittel reparaturbedürftig, hieß es in dem am Sonntag von der Zeitung „Journal du Dimanche“ veröffentlichten Bericht. Rund sieben Prozent oder 840 Brücken seien bei gleichbleibenden Ausgaben in den kommenden Jahren vom Einsturz bedroht und müssten möglicherweise gesperrt werden, hieß es.

Die Regierung von Präsident Emmanuel Macron hatte bereits neue Infrastrukturausgaben versprochen. Seit dem Einsturz der Autobahnbrücke in der italienischen Hafenstadt Genua mit 43 Toten am vergangenen Dienstag steht sie aber zusätzlich unter Druck. Brückenwartung „ist unsere Priorität“, sagte Verkehrsministerin Elisabeth Borne vor wenigen Tagen dem Sender Franceinfo und bekräftigte Pläne für ein neues Infrastrukturgesetz nach den Sommerferien.

Die Regierung veröffentlichte im Juli eine Zusammenfassung der Überprüfung und machte Vorgängerregierungen für eine unbeständige und unzureichende Finanzierung der Straßen verantwortlich. Zunehmende extreme Wetterereignisse hätten die Situation verschärft, hieß es.

Die Überprüfung befasste sich nicht mit den Tausenden weiteren französischen Brücken, die von Privatfirmen oder örtlichen Behörden unterhalten werden. Dort wurden in den vergangenen Jahren Gelder gestrichen.

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