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Internationale Atomenergiebehörde IAEA-Chef Grossi: „Ohne Kernenergie würde sich der CO2-Ausstoß vervielfachen“

Rafael Grossi sieht Kernenergie als Teil der Lösung für den Klimawandel. Es versuche auch nur ein einziges Land ernsthaft auszusteigen: Deutschland.

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Es gebe nur wenige Länder, die aus der Kernenergie aussteigen, sagt der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde. Quelle: AP

Gemäß des Generaldirektors der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, kann Kernenergie ein „Teil der Lösung“ der durch den Klimawandel aufgeworfenen Probleme sein. „Ein Drittel der sauberen Energie in der Welt ist nuklear. Ohne Kernenergie würde sich der CO2-Ausstoß vervielfachen. Sie ist eine äußerst effiziente Ergänzung zu den Erneuerbaren, die bekanntlich nicht immer gleichmäßig Energie liefern“, sagte Grossi im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Montagsausgabe).

Die Nutzung von Atomenergie steige weltweit „kräftig“ an. Es gebe nur wenige Länder, die aussteigen – „und eigentlich nur eines, das das wirklich ernsthaft versucht: Deutschland“.

Er respektiere den deutschen Atomausstieg, so Grossi. Dieser sei aus politischen Gründen erfolgt, nicht aus technischen: Deutschland sei in der Nukleartechnologie „nicht irgendein Land, sondern führend in der Welt“ gewesen, so der seit Dezember 2019 amtierende IAEA-Direktor. Grossi reist am Montag zu seinem Antrittsbesuch nach Deutschland und trifft unter anderen Außenminister Heiko Maas.

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