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Investitionsprogramm Taiwan kurbelt mit Milliarden die Wirtschaft an

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Skyline von Taipeh Quelle: dpa/dpaweb

Diese Entwicklung lässt sich nicht rückgängig machen. Darum versucht die Regierung jetzt, mit großen staatlichen Investitionsprogrammen die Wirtschaft auf ein neues Fundament zu stellen.

So will Taipeh in den kommenden Jahren rund 1,4 Milliarden Dollar in den Bau von Anlagen für alternative Energien stecken. Rund 2,5 Milliarden Dollar Staatsgeld sollen in den Ausbau des Gesundheitswesens fließen, damit ausländische Patienten künftig taiwanische Krankenhäuser aufsuchen. So sollen 300.000 neue Arbeitsplätze im Gesundheitssektor beziehungsweise 110.000 Jobs im Energieanlagenbau entstehen. Auf ähnliche Förderprogramme dürfen die Sparten Medizintechnik und Biotechnologie hoffen.

Daneben setzen die taiwanischen Wirtschaftspolitiker auf einen neuen Boom bei der Autoelektronik: Schon heute sind die taiwanischen Unternehmen bei Komponenten für Navigationssysteme, Lichtdioden für Autoscheinwerfer oder Teilen für elektronische Einparkhilfen weltweit Spitze. Weil der Automarkt im kommunistischen China noch lange weiter boomen dürfte, hofft Taiwan, seinen Autoelektronik-Export im Wert von 212 Milliarden Dollar 2008 noch gewaltig steigern zu können.

Taiwan hofft auf Tourismus

Und schließlich hofft Taiwan auf einen größeren Anteil am weltweiten Tourismus und steckt 640 Millionen Dollar in die entsprechende Infrastruktur. Hier wie in vielen anderen Bereichen hofft die seit 2008 regierende Nationalpartei unter dem Präsidenten Ma Ying-jeou, von ihrem Kurs der Annäherung an das kommunistische China zu profitieren.

Gewiss: Wirtschaftlich sind Taiwan und die Volksrepublik heute schon eng verflochten, mehr als 80.000 taiwanische Unternehmen haben auf dem Festland investiert, annähernd 30 Prozent des Exports gehen zum großen Nachbarn.

Doch vielleicht gerade darum fürchten viele Inselbewohner einen Ausverkauf an Peking und den Verlust der politischen Freiheit. Auch die Fremdenführerin Michelle Chu: „Wir fühlen uns eher als Taiwanesen, nicht als Chinesen!“

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