Irak IS plant Terroranschläge in Paris und den USA

Seit Wochen wird vor IS-Anschlägen in westlichen Ländern gewarnt. Nun scheint der irakische Geheimdienst Belege gefunden zu haben. Ziel sollen U-Bahnen in den USA und Paris sein.

Die wichtigsten Export- und Importländer von Erdöl
Nigerianische Arbeiter an einer Öl-Leitung Quelle: dpa
Rang 5: Vereinigte Arabische EmirateExport: 120,6 Millionen Tonnen Anteil an Gesamtexporten: 5,8 Prozent Quelle: AP
Rang 4: IrakExport: 120,7 Millionen Tonnen Anteil an den Gesamtexporten: 5,8 Prozent Quelle: dapd
Rang 3: KanadaExport: 128,0 Millionen Tonnen Anteil am Gesamtexport: 6,1 Prozent Quelle: REUTERS
Rang 2: RusslandExport: 239,4 Millionen Tonnen Anteil an Gesamtexporten: 11,4 Prozent Quelle: dpa
Rang 1: Saudi-ArabienExport: 375,5 Millionen Tonnen Anteil am Gesamtexport: 17,9 Prozent Quelle: dpa
Die größten ÖlimporteureRang 6: DeutschlandImport: 93,4 Millionen Tonnen Anteil an den globalen Importen: 4,3 Prozent Quelle: dpa
Rang 5: SüdkoreaImport: 127,3 Millionen Tonnen Anteil an den globalen Importen: 5,8 Prozent Quelle: REUTERS
Rang 4: IndienImport: 176,9 Millionen Tonnen Anteil an globalen Importen: 8,1 Prozent Quelle: REUTERS
Rang 3: JapanImport: 184,9 Millionen Tonnen Anteil an den globalen Importen: 8,4 Prozent Quelle: dpa
Rang 2: ChinaImporte: 271,0 Millionen Tonnen Anteil an den globalen Importen: 12,4 Prozent Quelle: REUTERS
Rang 1: USAImport: 421,7 Millionen Tonnen Anteil an den globalen Importen: 19,2 Prozent Quelle: AP

Terroristen des sogenannten Islamischen Staats sollen nach Erkenntnissen des irakischen Geheimdiensts Anschläge auf U-Bahnen in Paris und den USA geplant haben. Dies machte der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi am Donnerstag bekannt und sagte, die Gefahr sei noch nicht gebannt. In Syrien und im Irak bombardierten die USA und ihre Verbündeten weiter den IS und seine Ölanlagen - und damit wichtige Einnahmequellen der Extremisten.

Über das vom Irak aufgedeckte Terrorkomplott wurde zunächst wenig bekannt. Al-Abadi sagte in New York, es handele sich um eine Verschwörung ausländischer IS-Kämpfer, die sich im Irak aufhielten. Er sprach von Franzosen und Amerikanern. Einige „Elemente“ seien festgenommen worden. Auf die Frage von Journalisten, ob die Anschläge bereits vereitelt worden seien, antwortete Al-Abadi: „Nein.“ Auf die Frage, ob sie unmittelbar bevorstünden, sagte er: „Ich bin mir nicht sicher.“ Welche U-Bahnnetze in den USA das Ziel sein könnten, wollte er nicht sagen. Die USA seien alarmiert worden.

Die Regierungen in Washington und Paris gaben aber zunächst keinen offiziellen Kommentar zu den Informationen ab. Aus Washingtoner Kreisen verlautete aber, niemandem im Weißen Haus seien solche Anschlagspläne bekannt. Irakische Regierungsmitglieder hätten das bei Treffen diese Woche in New York nie zur Sprache gebracht, sagte ein hoher US-Regierungsbeamter. Auch in Paris sagten mehrere von der Nachrichtenagentur AP kontaktierte Gewährsleute, sie wüssten nichts von Anschlagsplänen auf die Metro.

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Westliche Regierungen und Geheimdienste hatten zuletzt immer wieder vor IS-Anschlägen auch außerhalb des Nahen Ostens gewarnt. Anhänger der Terrormiliz, die große Teile von Syrien und dem Irak unter ihrer Kontrolle hat, hatten bereits mit der Enthauptung westlicher Geiseln international Entsetzen ausgelöst. Die Morde an zwei US-Journalisten, einem britischen Entwicklungshelfer und zuletzt am Mittwoch an einem französischen Bergsteiger wurden vom IS als Vergeltung für westliche Angriffe dargestellt.

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