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Iran Chef der UN-Atombehörde will Zugang zu iranischen Atomanlagen erwirken

Der IAEA-Chef Rafael Grossi reist zum ersten Mal in den Iran. Dort will er Inspektoren ermöglichen, Zugang zu weiteren Atomanlagen zu bekommen.

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Die UN vermuten, dass der Iran in bislang nicht überwachten Anlagen nicht deklariertes Nuklearmaterial aufbewahrt. Quelle: dpa

Der Leiter der UN-Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, will kommende Woche in den Iran reisen. Sein Ziel sei es, den IAEA-Inspektoren Zugang zu weiteren iranischen Atomanlagen zu ermöglichen, teilte die Organisation mit Sitz in Wien am Samstag mit.

Es geht dabei um Anlagen von Anfang der 2000er-Jahre, die nicht vom internationalen Atomabkommen im Jahr 2015 erfasst sind. Es wird vermutet, dass der Iran dort nicht deklariertes nukleares Material aufbewahrt oder damit arbeitet.

Für Grossi, der im vergangenen Dezember die Leitung der IAEA übernommen hatte, ist es die erste Reise in den Iran. Und sie kommt zu einer heiklen Zeit. Die 2018 einseitig aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgetretenen USA versuchen derzeit, die Wiedereinführung aller UN-Sanktionen gegen den Iran zu erwirken.

Die übrigen Unterzeichnerstaaten Frankreich, Großbritannien, China, Russland und Deutschland halten nach wie vor an der Vereinbarung fest. Das gestaltet sich aber schwierig, denn nachdem die USA schmerzhafte Wirtschaftssanktionen gegen den Iran wieder eingeführt hatten, hielt sich auch Teheran zunehmend nicht mehr an seine Verpflichtungen aus dem Abkommen.

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