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Iran Energieweltmacht auf tönernen Füßen

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Weil der Ölpreis wieder steigt, mögen sich Ahmadinedschad und sein geistlicher Führer Ali Khamenei ihrer Herrschaft wieder sicher fühlen. Vermutlich zu Unrecht: Die Islamische Republik hat in den 30 Jahren ihrer Existenz den natürlichen Reichtum des Landes nie zu nutzen vermocht, das Land ist eine Energieweltmacht auf tönernen Füßen. Iran hat nach Saudi-Arabien die zweitgrößten gesicherten Ölvorkommen der Welt, die Mullahs sind aber schlechte Wirte des natürlichen Reichtums.

Die Ölförderung hatte 1974 unter dem Schah ihren Höhepunkt erreicht, sank dann erst wegen der Streiks gegen die Monarchie, dann wegen des Chaos unter der Diktatur und wegen des Krieges gegen den Irak in den Achtzigerjahren. Es ging dann wieder aufwärts, aber bis heute hat das Land nie mehr als 70 Prozent der damaligen jährlichen Fördermenge produziert. Und mit der Erschließung der riesigen Erdgasblasen unweit der Ölfelder kommt das Land nicht wirklich voran.

2015 wird es für den Iran eng

Weil aber gleichzeitig Energie in hohem Maße verschwendet wird, bleibt für den Export immer weniger übrig.

Der amerikanische Ökonom Stern hat die entsprechenden Daten extrapoliert: Danach würde der Iran schon 2015 genauso viel Öl und Gas im eigenen Land verbrauchen wie produzieren. Eine andere Regierung würde darum vielleicht Energie sparen – die Herrscher in Teheran setzen aber auf ihr Nuklearprogramm. Mit allen katastrophalen außenpolitischen Folgen.

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