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Iran-Sanktionen Rohöl dank Ausnahme-Regelungen billiger

Iran-Sanktionen: Rohöl dank Ausnahmen billiger Quelle: dpa

Die USA erlauben acht Staaten 180 Tage lang, weiterhin Öl aus dem Iran zu kaufen. Das ist eine Abkehr von der eigentlichen Absicht, die iranischen Ölexporte gegen null zu drosseln. Die Ölpreise fallen.

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Ausnahmeregelungen bei den US-Sanktionen gegen den Iran haben auch am Dienstag die Ölpreise gedrückt. Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um rund ein Prozent auf 72,34 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI kostete mit 62,58 Dollar 0,8 Prozent weniger. „Die USA wollen Südkorea, Japan, Indien, China, der Türkei, Taiwan, Italien und Griechenland für 180 Tage erlauben, weiterhin Öl aus dem Iran zu kaufen“, erläuterten die Analysten der Commerzbank. Diese Länder hätten dem Iran bislang den Großteil seiner Ölexporte abgenommen. Es sei daher wahrscheinlich, dass sich die iranischen Ölexporte auf ihrem aktuellen Niveau stabilisierten und in den nächsten Monaten sogar wieder stiegen.

Laut Daten von Refinitiv-Eikon haben die acht Länder dem Iran vor der Ankündigung von US-Sanktionen über 80 Prozent seiner Exporte von etwa 2,6 Millionen Fässern pro Tag abgenommen. Somit seien die Ausnahmen für diese Regeln eine Abkehr von der ursprünglichen Absicht, die iranischen Ölexporte gegen null zu drosseln, erklärte ein Analyst.

Den Daten von Refinitiv-Eikon zufolge sind die iranischen Ölausfuhren aber schon seit Monatsbeginn auf eine Million Barrel täglich gefallen. Denn als Akt des guten Willens gegenüber der US-Regierung haben einige Abnehmer ihr Importe aus dem Iran gesenkt. Nunmehr dürften sie laut Branchenkreisen ihre Einfuhren aus dem Iran wieder aufstocken.

Spekulationen auf Versorgungsengpässe im Zuge der Sanktionen hatten Anfang Oktober die Ölpreise auf ein Vier-Jahres-Hoch von fast 87 Dollar getrieben.

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