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Iran Trotz internationaler Einwände setzt Iran Uran-Anreicherung fort

Der Iran hat den dritten Schritt seines Vier-Stufen-Plans umgesetzt. Dieser beinhaltet die Anreicherung von Uran von bis zu 20 Prozent.

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Der Iran verstößt seit 2018 schrittweise gegen die Auflagen des Atom-Abkommens. Quelle: Reuters

Der Iran hat einem Bericht der UN-Atomaufsicht IAEA zufolge Fortschritte bei der Anreicherung von Uran gemacht. Das Land habe Uran mit einer Anreicherung von bis zu 20 Prozent produziert, teilte die IAEA am Montag mit. Dies sei der dritte Schritt eines Vier-Stufen-Plans des Irans. Der vierte Schritt umfasse die Herstellung einer Reaktorbrennstoffplatte.

Die Technologie und das Wissen um ihre Herstellung kann dazu verwendet werden, den Kern einer Atombombe herzustellen. Die Islamische Republik bestreitet, derartige Pläne zu haben. „Der Iran hat keinen glaubwürdigen Bedarf an der Herstellung von Uranmetall, das für die Entwicklung von Atomwaffen direkt relevant ist“, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price. Er forderte den Iran auf, „seine nukleare Eskalation zu beenden und zu Verhandlungen über die vollständige Umsetzung des Atomabkommens zurückkehren“.

Die Versuche für über eine Wiederbelebung des Atom-Abkommens laufen seit April. Die USA waren unter Donald Trump 2018 einseitig aus dem Pakt ausgestiegen und hatten erneut harte Sanktionen gegen den Iran verhängt. Dieser begann daraufhin schrittweise gegen seine Auflagen zu verstoßen, insbesondere bei der Uran-Anreicherung. Das Abkommen mit dem Iran hatten 2015 die USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland unterzeichnet. Es soll verhindern, dass der Iran Atomwaffen entwickelt. Unter US-Präsident Joe Biden haben sich die USA offen für eine Neuauflage des Abkommens gezeigt.

Mehr: Der Iran hat im Juli seine Pläne zur Herstellung von Uranmetall vorgestellt. Außenminister Heiko Maas und seine Amtskollegen zeigen sich besorgt. Die Verhandlungen um ein neues Atomabkommen sind gefährdet.

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