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Israel Jerusalem bringt Wegweiser für neue US-Botschaft an

Jerusalem bereitet sich auf die Eröffnung der neuen US-Botschaft in der kommenden Woche vor. Die Palästinenser fordern zum Boykott der Feier auf.

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Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat steht neben einem Wegweiser zur neuen US-Botschaft in Jerusalem. Am 14. Mai wollen die USA ihre neue Botschaft in Jerusalem eröffnen. US-Präsident Trump hat den umstrittenen Schritt im Dezember verkündet. Er erkannte Jerusalem zugleich als Israels Hauptstadt an. Quelle: dpa

Tel Aviv Eine Woche vor der umstrittenen Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem hat die Stadtverwaltung entsprechende Wegweiser anbringen lassen. „Das ist kein Traum - das ist Realität“, sagte Bürgermeister Nir Barkat am Montag. „Jerusalem ist die ewige Hauptstadt des jüdischen Volkes - und die Welt beginnt, diesen Fakt anzuerkennen.“ Er danke US-Präsident Donald Trump dafür, diesen „historischen Augenblick“ geschaffen zu haben. Die Palästinenserführung rief dagegen zum Boykott der Einweihungszeremonie auf.

Trump hatte im Dezember in einem historischen Alleingang Jerusalem einseitig als Israels Hauptstadt anerkannt. Er kündigte zudem den Umzug der Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem an. Der Schritt löste international scharfe Kritik aus. In den Palästinensergebieten kam es zu Unruhen.

Am kommenden Montag, dem 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels, wird die US-Botschaft in Jerusalem offiziell eröffnet werden. Allerdings ist dies lediglich ein erster Schritt. Dafür wird ein Gebäude des US-Konsulats im Jerusalemer Stadtteil Arnona umfunktioniert.

„Zunächst wird die Übergangsbotschaft in Arnona Bürofläche für den Botschafter und einen kleinen Stab enthalten“, sagte ein Vertreter des US-Außenministeriums. Bis Ende nächsten Jahres sei die Eröffnung eines Botschaftsanbaus auf dem Gelände geplant. Zudem sei mit der Suche nach einem Standort für die ständige Botschaft begonnen worden. Die Planung und der Bau würden ein längerfristiges Projekt werden.

Saeb Erekat, Generalsekretär der palästinensischen Befreiungsorganisation PLO, kritisierte die Eröffnungspläne scharf. „Mit der Anerkennung von Jerusalem als Israels Hauptstadt und dem Umzug der Botschaft dorthin, verletzt die Trump-Regierung ihre Verpflichtungen nach internationalem Recht“, sagte Erekat. „Wir rufen alle diplomatischen Korps, zivilgesellschaftlichen Organisationen und religiösen Autoritäten zum Boykott der Einweihungszeremonie (...) auf.“

Die Eröffnung der Botschaft sei nicht nur illegal, sondern werde auch die Verwirklichung „eines gerechten und dauerhaften Friedens“ zwischen Israel und einem Staat Palästina vereiteln, sagte Erekat.

Israel sieht ganz Jerusalem als seine Hauptstadt an. Die Palästinenser fordern dagegen den 1967 von Israel besetzten Ostteil der Stadt als Hauptstadt für einen künftigen Staat Palästina.

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