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Janet Yellen US-Finanzministerin: Womöglich moderate Erhöhung der Zinsen nötig

US-Finanzministerin Janet Yellen geht weiterhin nicht davon aus, dass Inflation ein Problem für die USA wird. Quelle: REUTERS

Die Biden-Regierung betont oft, dass sie keine hohe Inflation infolge ihrer Billionen-Investitionen fürchtet. US-Finanzministerin Janet Yellen erklärte nun, dass die Zinsen notfalls steigen müssten – wenn auch moderat.

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Aus Sicht von Finanzministerin Janet Yellen sind womöglich höhere Zinsen nötig, um ein Überhitzen der US-Wirtschaft im Zuge der massiven Investitionsprogramme von Präsident Joe Biden zu verhindern. „Es könnte sein, dass die Zinsen etwas ansteigen müssen, um sicher zu stellen, dass unsere Wirtschaft nicht überhitzt“, sagte Yellen in aufgezeichneten Bemerkungen zu einer Online-Veranstaltung des Magazins „The Atlantic“ am Dienstag. Dabei sprach sie von „sehr moderaten Erhöhungen“ der Zinsen. Die US-Wirtschaft benötige jedoch die Investitionen, um wettbewerbsfähig und produktiv zu sein. „Ich denke, unsere Wirtschaft wird durch sie schneller wachsen,“ ergänzte sie.

Später sagte Yellen auf einer Veranstaltung vom „Wall Street Journal“, sie gehe nicht davon aus, dass die Inflation ein Problem für die US-Wirtschaft darstellen werde. Die Preiserhöhungen während der Konjunkturerholung seien nämlich nur vorübergehend. Mit Blick auf ihre früheren Äußerungen zu möglichen leichten Zinserhöhungen erklärte sie: „Das ist nichts, das ich erwarte oder empfehle“.

Biden will der US-Wirtschaft mit einem mehr als zwei Billionen Dollar schweren Infrastrukturprogramm aus der Corona-Krise helfen. Damit sollen vor allem Jobs für Arbeiter und die Mittelschicht geschaffen werden. Darüber hinaus plant Biden eine Stärkung amerikanischer Familien und mehr Ausgaben für Bildung. Die Programme würden einen „großen Unterschied“ machen, was die Ungleichheit in den USA angehe, sagte die frühere Fed-Chefin Yellen. Die Republikaner haben dagegen die anvisierten Steuererhöhungen kritisiert, mit den Biden die Vorhaben finanzieren will. Yellen stand vor Notenbankchef Jerome Powell von 2014 bis 2018 an der Spitze der Federal Reserve.

Mehr zum Thema: In seiner ersten Ansprache vor dem Kongress verspricht der Präsident den USA eine glänzende Zukunft – mitten in der Krise. Was Joe Biden vorhat und wie er seine teuren Pläne finanzieren will.

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