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Jeroen Dijsselbloem Eurogruppenchef will Krisenhilfe neu ordnen

Jeroen Dijsselbloem fordert laut einem Bericht eine Neuordnung der Krisenhilfe im Euroraum. Der Chef der Eurogruppe hält es für sinnvoll, wenn der ESM zum europäischen IWF und die Troika-Konstruktion aufgelöst wird.

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Der Chef der Eurogruppe will die Krisenhilfe komplett neu ordnen. Quelle: Reuters

Berlin Der Chef der Eurogruppe und bisherige niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem will die Krisenhilfe im Euroraum auf Dauer komplett neu ordnen. „Ich hielte es für sehr sinnvoll, wenn sich der Euro-Krisenfonds ESM mittel- bis langfristig zum europäischen IWF entwickelte. Er sollte eine klar führende Rolle in künftigen Programmen erhalten“, sagte Dijsselbloem der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe) laut Vorabbericht.

Das bedeute auch, dass die bisherige Troika-Konstruktion aus IWF, EZB und EU-Kommission längerfristig ganz aufgelöst werden sollte. „Die EZB fühlt sich in der Troika-Rolle zunehmend unwohl, und ich glaube zurecht“, sagte Dijsselbloem. Die EU-Kommission habe andere „wichtige Aufgaben“, auf die sie sich konzentrieren solle. Der ESM solle „die fachliche Expertise aufbauen, die heute nur der IWF hat“. Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte Ende Februar gesagt, Optionen zur Weiterentwicklung des ESM zu prüfen, ohne diesen aber zu einem Konkurrenten des IWF machen zu wollen.

Für das aktuelle Griechenland-Programm will Dijsselbloem die bewährte Aufgabenverteilung beibehalten. Er erwarte weiterhin, dass der IWF ein neues Programm beschließe. Es wäre „höchst willkommen“, wenn dies bis zum Sommer geschehe. Einen schnellen Abschluss der laufenden zweiten Reformüberprüfung durch die Gläubiger-Institutionen hält Dijsselbloem für unwahrscheinlich. Die Institutionen seien voraussichtlich auch bis zum April-Treffen der Eurogruppe auf Malta noch nicht so weit.

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