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Jim Yong Kim Der Neue von der Weltbank

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Jim Yong Kims Vorlieben, Stärken, Schwächen, Ziele und Visionen

 

Cooler Boss Kim als Rapper

Vorlieben: Starker Teamplayer

Eine gute Kondition, viel Geduld und Ausdauer wird der Mediziner nötig haben, will er die oft weit auseinanderlaufenden Ansprüche, Wünsche und Interessen der Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer innerhalb der Weltbank in Einklang bringen. Ein starker Teamplayer ist er – das hilft. Als Junge träumte er davon, Basketballprofi zu werden. Immerhin schaffte er es zum Mannschaftskapitän seiner Highschool – sowohl im Basketball- wie auch im Football-Team. Auch heute ist der Sohn südkoreanischer Flüchtlinge – er kam mit fünf Jahren nach Amerika – eine Sportskanone, er spielt Tennis und Golf. Auch als Rapper macht der Vater von zwei Söhnen eine gute Figur. Auf einer Feier des Dartmouth College, das er seit 2009 leitet, tanzte und sang Kim zu "The Time of My Life".

Stärken & Schwächen: Kompromissbereit
Freunde bescheinigen Kim einen unbedingten Willen zur Veränderung und eine große Kompromissbereitschaft. Kim spricht Englisch, Spanisch und Koreanisch. Seine Gesundheitsprogramme für Haiti und Peru nahmen andere Länder zum Vorbild. Als erster Amerikaner mit asiatischen Wurzeln wurde er Chef einer amerikanischen Eliteuniversität – dem Dartmouth College. Kim sanierte die Finanzen der Universität und scheute sich nicht, erheblich Personal abzubauen. US-Finanzminister Timothy Geitner nannte ihn deswegen "einen der großen Söhne von Dartmouth". Was ihm fehlt, ist Wirtschafts- und Finanzwissen. Zwar verwies Kim auf die vielen hochrangigen Ökonomen bei der Weltbank, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stünden. Doch als Erstes muss er sich einen neuen Finanzchef suchen. Den Italiener Vincenzo La Via, seit 2005 Finanzchef der Weltbank, hat die italienische Regierung im März zurück nach Rom ins Finanzministerium beordert.

Ziele & Visionen: Mut zur Veränderung
Von sich selbst sagt Kim, er habe keine Angst, existierende Gewohnheiten zu durchbrechen. Da hat er bei der Weltbank viel zu tun – nicht nur, weil die Entscheidungen über die Ausrichtung der Bank maßgeblich in den Regierungen der Mitgliedsländer fallen. Fast 70 Jahre nach der Gründung der Bank wird Kim in Washington auf reichlich verkrustete Strukturen stoßen. Eine Riesenbaustelle nannte ein hochrangiger Mitarbeiter die Weltbank. Die einzelnen Säulen müssten enger verzahnt werden, um die Entwicklungshilfeorganisation neu auszurichten. Klar sei, so der neue Chef, dass die Weltbank künftig nicht nur Kredite vergeben könne. Eine vordringliche Aufgabe sei auch, damit neue Jobs zu schaffen.

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