John Kerry US-Außenminister liegt mit Beinbruch in Klinik

John Kerry hat sich bei einem Fahrradunfall ein Bein gebrochen. Der US-Außenminister muss länger in einer Schweizer Klinik bleiben - einige Amtsgeschäfte setzt er aber dennoch fort.

John Kerry hatte einen Fahrradunfall in der Schweiz. Quelle: AP

Nach seinem Beinbruch bei einer Radtour in Frankreich lässt sich US-Außenminister John Kerry erst am (heutigen) Montag in die USA ausfliegen. Nach weiteren Beratungen sei man zu dem Schluss gekommen, dass eine weitere Nacht in einer Klinik in Genf vernünftiger wäre, sagte Außenamtssprecher John Kirby am Sonntag. Es handele sich dabei um eine reine Vorsorgemaßnahme.

Kerry war am Sonntag beim Radfahren im französischen Scionzier offenbar gegen einen Bordstein geprallt, gestürzt und hatte sich dabei den rechten Oberschenkel gebrochen. Sanitäter waren sofort zur Stelle und entschieden sich rasch für den zehnminütigen Hubschraubertransport in die Genfer Klinik.

Alle noch anstehenden Termine in Spanien mit König Felipe VI. und Ministerpräsident Mariano Rajoy sowie die persönliche Teilnahme an einer Pariser Konferenz zum Vorgehen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat musste Kerry absagen. Sein Gesundheitszustand sei aber stabil und er sei guter Dinge, hieß es.

Das sind die Streitpunkte um das Atomprogramm des Irans

Wie lange und in welchem Ausmaß der 71-jährige Kerry nach seiner Rückkehr in die USA ausfallen wird, war am Montag noch nicht klar. Ob er operiert werden muss, blieb offen. Kirby sagte, der Minister habe vom Krankenbett aus telefoniert, unter anderem mit Präsident Barack Obama. An der Konferenz in Paris werde er per Fernleitung teilnehmen.

Ein Problem könnte der Fortgang der Atomverhandlungen mit dem Iran werden, die bis Ende des Monats zu einem Abkommen führen sollen. Kurz vor seinem Unfall hatte Kerry mit seinem iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif verhandelt. Die USA, Frankreich, Großbritannien, China, Russland und Deutschland wollen mit einem Abkommen ausschließen, dass der Iran eigene Atomwaffen entwickeln und bauen kann. Der Iran versichert, sein Atomprogramm diene ohnehin ausschließlich zivilen Zwecken und fordert die schnelle Aufhebung von Sanktionen.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%