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Kabul Mord an deutscher Entwicklungshelferin weiter ungeklärt

Um kurz vor Mitternacht dringen Männer in das Gästehaus einer Hilfsorganisation in Kabul ein. Sie gehen brutal vor. Eine Deutsche und ein Afghane werden getötet, eine Finnin entführt. Noch bekannte sich niemand zu der Tat.

Afghanistan: Mord an deutscher Entwicklungshelferin weiter ungeklärt Quelle: dpa

Die Hintergründe des Mordes an einer deutschen Entwicklungshelferin in der afghanischen Hauptstadt sind weiter unklar. Die Frau, die für eine schwedische Hilfsorganisation gearbeitet hatte, war in der Nacht auf Sonntag von Eindringlingen in ihr Gästehaus getötet worden. Auch ein afghanischer Wächter starb. Eine finnische Frau wurde entführt. Sicherheitsexperten aus der NGO-Szene halten es für möglich, dass die Täter zu Kabuls gefährlicher Kidnapping-Mafia gehörten.

Ihr waren allein im vergangenen Jahr mindestens vier Ausländer - unter anderem eine Inderin, ein Amerikaner und ein Australier - sowie viele afghanische Geschäftsleute zum Opfer gefallen. Die Mafia soll Unterstützung bis in hohe afghanische Politkreise haben.

Bisher hatten die Entführer ihre Opfer in den meisten Fällen aus ihren Autos entführt. „Sollten sie anfangen, auch in Gästehäuser einzubrechen, wäre das eine klare Eskalation“, sagte ein Experte, der nicht namentlich genannt werden möchte, der dpa.

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