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Kampf gegen den IS Trump will US-Soldaten aus Syrien abziehen

Der US-Präsident überrascht mit der Ankündigung, die US-Truppen in Syrien abzuziehen. Andere sollen sich nun um den Konflikt kümmern.

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Washington/West Palm Beach US-Präsident Donald Trump friert einem Medienbericht zufolge mehr als 200 Millionen Dollar eines Hilfsfonds für den Wiederaufbau in Syrien ein. Er habe sich dazu entschlossen, nachdem er einen Bericht gelesen haben, wonach unlängst zusätzlich 200 Millionen Dollar an Hilfe genehmigt worden seien, schrieb das „Wall Street Journal“ am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise. Diese Summe war im Februar in Kuwait vom damaligen US-Außenminister Rex Tillerson bei einem Treffen der internationalen Anti-IS-Allianz zugesichert worden.

Die Entscheidung Trumps, die Mittel einzufrieren, stehe in Einklang mit seiner Erklärung, dass die USA aus Syrien abziehen würden, berichtete das WSJ. Trump hatte am Donnerstag in einer Rede zum Thema Infrastruktur in Richfield im US-Bundesstaat Ohio überraschend erklärt, die Truppen würden „sehr bald“ abgezogen. „Übrigens, wir machen den IS echt fertig“, sagte der US-Präsident. „Wir kommen (....) sehr bald aus Syrien raus.“ Andere sollten sich nun um den Konflikt kümmern, fügte Trump hinzu.

Regierungskreisen zufolge hat der Präsident auch in vertraulichen Gesprächen den Wunsch nach einem raschen Abzug aus dem Bürgerkriegsland geäußert. Dies habe Trump seinen Beratern gesagt, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von zwei hochrangigen Mitarbeitern. Damit stellt sich Trump gegen viele Mitglieder des Regierungsapparates.

Die Regierungsmitarbeiter sagten dazu, diese Äußerungen spiegelten interne Beratungen wieder. Trump habe dabei die Truppenpräsenz infrage gestellt. Einer der beiden Mitarbeiter erklärte, Trump wolle die Verantwortung an andere Staaten abgeben, wenn der Islamische Staat (IS) zerstört sei. Dies sei aber noch nicht mal annährend der Fall.

Pentagon-Sprecherin Dana White hatte nur wenige Stunden vor Trumps Rede in Ohio gesagt, in Syrien gebe es noch viel zu tun, um einen dauerhaften Sieg über die Extremisten sicherzustellen. Verteidigungsminister James Mattis und Ex-Außenminister Rex Tillerson hatten sich für einen Verbleib ausgesprochen. Auch Tillersons designierter Nachfolger Mike Pompeo und der Nationale Sicherheitsberater John Bolton sehen „Politico“ zufolge eine weitere Rolle für die USA in Syrien.

Das Pentagon hat die Präsenz von etwa 2.000 US-Soldaten – die meisten von ihnen Mitglieder von Spezialkommandos – in dem Bürgerkriegsland bestätigt, wie „Politico“ berichtete. Die meisten von ihnen arbeiten mit Rebellenmilizen, die gegen den IS kämpfen.

Zuletzt waren in Syrien ein amerikanischer und ein britischer Soldat bei der Explosion eines Sprengsatzes an einer Straße getötet worden. Der Vorfall ereignete sich Regierungskreisen zufolge am Donnerstag in der Nähe von Manbidsch im Norden des Landes. In dem Ort gilt der IS als weitgehend besiegt. Trotz ihrer Niederlagen begehen die Extremisten in Syrien und im Irak immer wieder Bombenanschläge oder Attentate.

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