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Kapitolsturm Mitarbeiter von Trump-Regierung nach Kapitol-Krawallen in Haft

Soldaten der Nationalgarde stehen hinter einem Sicherheitszaun vor dem Kapitol. Quelle: dpa

Ein Ex-Mitarbeiter der Trump-Regierung wurde am Donnerstag im Staat Virginia verhaftet. Gerichtsakten zufolge war Klein in der Menge zu sehen, die an jenem Tag in den Kongresssitz eindrang.

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Gegen einen Ex-Mitarbeiter der Trump-Regierung ist wegen seiner Beteiligung an der gewaltsamen Erstürmung des Kapitols ein Strafverfahren eingeleitet worden. Federico Klein werde unter anderem Behinderung des Kongresses und Körperverletzung von Beamten mit einer gefährlichen Waffe vorgeworfen, hieß es in Gerichtsakten vom Freitag. Er wurde am Donnerstag im Staat Virginia verhaftet. Zum wohl ersten Mal muss sich damit ein Mitglied des Regierungsapparats unter Expräsident Donald Trump wegen der Teilnahme am Sturm auf das Kapitol am 6. Januar verantworten. Bei den Krawallen gab es fünf Tote.

Gerichtsakten zufolge war Klein mit einer Mütze mit der Aufschrift „Make America Great Again“ in der Menge zu sehen, die an jenem Tag in den Kongresssitz eindrang. Klein, damals noch Mitarbeiter im State Department, drückte sich durch die Tür, wo er sich demnach mit Beamten, die den Mob abzuwehren versuchten, eine „körperliche und verbale Auseinandersetzung“ lieferte.

Bilder von Überwachungskameras zeigen zudem, wie Klein mit Gewalt ein zuvor entwendetes Einsatzschild gegen einen Polizisten drückt und die anstürmende Menge anfeuert. „Wir brauchen frische Leute, wir brauchen frische Leute“, rief er laut Gerichtsakte. Ein Sprecher Trumps wollte sich zudem Fall nicht äußern.

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Klein arbeitete 2016 für Trumps Präsidentschaftskampagne und wurde kurz nach dessen Amtseinführung 2017 Assistent im Außenministerium in Washington, wie aus Finanzdokumenten hervorgeht. Als solcher hatte er laut den Gerichtsakten Zugang zu streng vertraulichen Informationen, der im Jahr 2019 verlängert wurde. Einen Tag vor der Vereidigung des neuen Präsidenten Joe Biden am 20. Januar legte Klein seinen Posten nieder.

Mehr zum Thema: Der US-Ökonom Nouriel Roubini warnt in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche vor einer gefährlichen neuen Spekulationsblase in Amerika.

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