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Katastrophe in Japan Neue Erdstöße und Explosion in Fukushima

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Internationale Erdbebenhilfe für Japan läuft an

In der Nacht berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo, dass an der Küste der Präfektur Miyagi etwa 2000 Leichen gefunden wurden. Die internationale Erdbebenhilfe für Japan nimmt Fahrt auf: Rettungsmannschaften aus den USA begannen am Montag mit der Suche nach Vermissten im vom Beben und Tsunami zerstörten Nordosten des Landes. Zudem beraten die USA Japan in Fragen der atomaren Sicherheit. Ein chinesisches Rettungsteam nahm ebenfalls seine Arbeit auf. „Wir werden Japan weitere Hilfe zur Verfügung stellen, wenn dies nötig ist“, sagte der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao. Südkorea schickte am Montag 102 Helfer nach Japan. Mehr als 70 Länder erklärten, dem asiatischen Land beistehen zu wollen und boten Unterstützung an. Aus mindestens zwölf Ländern sind bereits Hilfsteams in Japan eingetroffen. Aus Deutschland sind beispielsweise Spezialisten des Technischen Hilfswerkes im Einsatz.

China will helfen

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao hat Japan weitere Hilfe zugesagt. Zum Abschluss des Volkskongresses am Montag in Peking erinnerte Wen Jiabao an die japanische Unterstützung bei dem verheerenden Erdbeben 2008 in Sichuan in Südwestchina. Ein erstes chinesisches Rettungsteam hat bereits im Erdbebengebiet in der japanischen Präfektur Iwate seine Arbeit aufgenommen. Eine weitere Gruppe mit 30 Ärzten, Schwestern und Strahlenspezialisten steht in Peking bereit und kann jederzeit nach Japan fliegen. Am Sonntag sind auch schon Hilfsmaterialien nach Japan geschickt worden. Wenn nötig, werde China weitere Unterstützung leisten, sagte Wen Jiabao.

Bergungstrupps finden immer mehr Leichen Bergungstrupps kämpften sich in den vom Beben der Stärke 9,0 und dem folgenden Tsunami verwüsteten Orten an der Nordostküste mit Kettensägen und Spitzhacken durch Trümmer vor. Oft fanden sie nur noch Leichen. Es wird befürchtet, das mehr als 10.000 Menschen in der Doppelkatastrophe ums Leben kamen. „Die Menschen überleben mit nur wenig Lebensmitteln und Wasser“, sagte ein Beamter der Präfektur Iwata, eine der drei am härtesten getroffenen, der Nachrichtenagentur AP. „Wir haben die Regierung (in Tokio) um Hilfe gebeten, aber die Regierung ist vom Ausmaß der Schäden und der enormen Nachfrage nach Lebensmitteln und Wasser überwältigt“, sagte der Beamte Hajime Sato. „Wir bekommen nur zehn Prozent von dem, was wir erbeten haben. Wir sind aber geduldig, weil alle im Bebengebiet leiden.“ Zu den knappen Gütern gehörten auch Leichensäcke und Särge, sagte Sato.

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