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„Keine Rechtsgrundlage“ Pakistan verbietet 27 Hilfsorganisationen die Arbeit

In Pakistan verlieren 27 Nicht-Regierungs-Organisationen, darunter prominente Namen wie Oxfam und World Vision, die Zulassung und müssen ihre Arbeit einschränken. Kritiker sehen dahinter eine breit angelegte Strategie.

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Islamabad Pakistan schränkt die Arbeit von Hilfsorganisationen im Land ein. Insgesamt 27 Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) wurde die Zulassung entzogen, wie aus einer Liste des Innenministeriums am Freitag hervorging. Diese haben nun 90 Tage Zeit, ihre Arbeit zu beenden. Innenminister Talal Chaudhry sagte Reuters, die Tätigkeiten der NGOs seien über deren Mandat hinausgegangen und hätten keine Rechtsgrundlage. Menschenrechtler kritisierten, dass Pakistan die Bürgerrechte und die Meinungsfreiheit weiter einschränken wolle.

Unter den betroffenen Organisationen sind World Vision, Oxfam und das Kinderhilfswerk Plan, das allein in Deutschland rund 300.000 Patenschaften mit Kindern in Entwicklungsländern betreut. Plan erklärte, man habe keinerlei Begründung für die Entscheidung erhalten und wolle wie die anderen Organisationen Einspruch erheben. Plan hoffe, die Arbeit mit den Kindern, insbesondere Mädchen, fortsetzen zu können. Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ erklärte, das Vorgehen Pakistans gehöre zu einer breit angelegten Strategie, die Bürgerrechte weiter einzuschränken. „Es ist ein Zeichen zum einen für den enger werdenden Raum für freie Aktivitäten, zum anderen für die schrumpfende Toleranz des pakistanischen Staates“, sagte Saroop Ijaz, der den pakistanischen Zweig der Organisation vertritt.

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