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Kim Jong Un Nordkoreas Machthaber räumt bei Parteitreffen Fehler ein

Kim Jong Un hat einige Fehler gemacht, die er beim Parteitreffen gesteht. Quelle: AP

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wird bei einem neuen Parteikongress mit „Hurra“-Rufen begrüßt. Doch zur Eröffnung berichtet er nicht nur über Erfolge.

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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat zum Beginn eines Kongresses der herrschenden Arbeiterpartei wirtschaftspolitische Fehler eingeräumt. Die Ziele des 2016 aufgestellten Fünf-Jahres-Entwicklungsplans seien „in fast allen Bereichen“ verfehlt worden, sagte Kim in seiner Eröffnungsrede am Dienstag vor Tausenden Teilnehmern des achten Parteikongresses in Pjöngjang. Die staatlich kontrollierten Medien berichteten darüber am Mittwoch. Kim, der auch Parteichef ist, versprach, die Partei werde einen neuen Weg finden, um einen „großen Sprung vorwärts“ zu machen. Wie der neue Weg genau aussieht, blieb zunächst offen.

Wegen seines Atomwaffenprogramms ist Nordkorea internationalen Sanktionen unterworfen, die die wirtschaftliche Entwicklung des Landes seit vielen Jahren hemmen. Das Land hatte bereits im August angekündigt, beim nächsten Kongress werde die Arbeit des Zentralkomitees der Partei überprüft und ein neuer Entwicklungsplan für die nächsten fünf Jahre vorgelegt. Schon damals hatte die Partei Fehler bei der Umsetzung der bisherigen Entwicklungsstrategie eingestanden.

Die Folgen von Naturkatastrophen einschließlich Überschwemmungen sowie der Coronavirus-Pandemie hatten dem streng abgeschotteten Land im vergangenen Jahr zusätzlich stark zugesetzt. Nordkorea hatte seine Grenzen wegen des Corona-Ausbruchs schon früh dichtgemacht, was sich auch stark auf den Handel mit China, der als Lebensader des Landes gilt, auswirkte.

Als Kim am Dienstagmorgen zusammen mit den Mitgliedern des Politbüros und des Zentralkomitees das Podium beim Kongress betrat, begrüßten den Berichten zufolge alle Teilnehmer den Machthaber mit stürmischen „Hurra-Rufen“. Trotz der Fehler sprach er in seiner Rede von „einem wunderbaren Sieg“, den das Land errungen habe, indem es seine Macht und sein globales Prestige gestärkt habe. Sowohl äußere wie innere Herausforderungen hätten Fortschritte behindert.

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Kim lobte die Partei dafür, die Pandemie von der Bevölkerung ferngehalten und die Folgen der Naturkatastrophen bewältigt zu haben. Die Partei habe trotz der „unvergleichlichen globalen Gesundheitskrise“ die Schwierigkeiten überwunden. Nordkorea ist eines der wenigen Länder, die bisher keinen einzigen Infektionsfall mit Corona gemeldet haben. Wie schon bei Massenveranstaltungen und verschiedenen Parteitreffen im vergangenen Jahr trugen auch die Teilnehmer des Kongresses keine Schutzmaske gegen das Virus.

Formal ist der Kongress, der ursprünglich alle fünf Jahre abgehalten werden sollte, das wichtigste Gremium der Partei. Doch war der siebte Kongress im Mai 2016, der vier Tage dauerte, der erste seit 36 Jahren gewesen. Damals ließ sich Kim auf den neu geschaffenen Posten des Parteivorsitzenden wählen, womit er seine Position an der Spitze der Organisation gefestigt hat. Kim, der nach südkoreanischen Angaben 36 Jahre alt ist, war nach dem Tod seines Vaters Kim Jong Il Ende 2011 an die Staatsspitze

Mehr zum Thema: Daten zu Corona-Impfstoffen rücken ins Visier von Cyberkriminellen. So sollen Nordkoreanische Hacker versucht haben, sich Informationen zu beschaffen.

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