Kinderhilfswerk Unicef 74 Kinder bei Kämpfen im Jemen getötet

Eine Bodenoffensive arabischer Staaten erscheint wahrscheinlich. Hilfsorganisation fordern weiter eine Feuerpause, um Essen und Medikamente zu bringen. Mindestens 74 Kinder sollen in den Kämpfen getötet worden sein.

74 Kinder bei Kämpfen im Jemen getötet Quelle: dpa

Bei den jüngsten Kämpfen im Jemen sind nach Angaben des Kinderhilfswerk Unicef mindestens 74 Kinder getötet worden. Außerdem hätten in den vergangenen zwei Wochen mehr als 100.000 Menschen ihre Häuser verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen, erklärte Unicef. Die Krankenhäuser seien kaum noch in der Lage, die vielen Verwundeten zu versorgen. Mindestens drei Klinikmitarbeiter seien getötet worden. Die UN-Organisation beklagte zudem, dass in vielen Gebieten im Süden die Trinkwasserversorgung nicht mehr funktioniere und das Abwasser auf die Straße fließe. Das erhöhe die Gefahr von Seuchen.

Die Akteure des Konflikts im Jemen

Im Jemen rücken die schiitischen Huthi-Rebellen immer weiter nach Süden vor. Sie zwangen Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi zur Flucht und drangen in die Hafenstadt Aden ein. Nach mehreren Golfstaaten und Ägypten könnte sich auch Pakistan dem von Saudi-Arabien geführten Militärbündnis gegen die Huthi-Rebellen im Jemen anschließen. Die Regierung in Riad habe Pakistan um die Entsendung von Soldaten, Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen gebeten, sagte Verteidigungsminister Khawaja Muhammad Asif. Das Parlament debattierte am Montag über den Einsatz.

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Saudi-Arabien und seine Verbündeten versuchen seit der Flucht von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi im März, den Vormarsch der Huthi-Rebellen mit Luftangriffen zu stoppen. Die Aufständischen drangen aber dennoch weiter in den Süden des Jemen vor, nachdem sie im vergangenen Jahr bereits die Hauptstadt Sanaa und mehrere Provinzen unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

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