Klima Fast die Hälfte Europas von Rekorddürre bedroht

Vor allem Sonnenblumen und Sojabohnen werden wenig Ertrag abwerfen. Quelle: IMAGO/Andreas Haas

Auf 47 Prozent der Böden in Europa fehlt es deutlich an Bodenfeuchtigkeit. Experten gehen von weitaus geringerem Ertrag bei der Soja- und Sonnenblumenernte aus.

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Europa kämpft nach Einschätzung der EU mit der schlimmsten Dürre seit mindestens 500 Jahren. Fast die Hälfte Europas sei von der Trockenheit bedroht, auf 47 Prozent der Fläche fehle es deutlich an Bodenfeuchtigkeit, teilte die Dürrebeobachtungsstelle der Europäischen Kommission (EDO) am Dienstag in einem Monatsbericht mit.

Bei 17 Prozent sei der Zustand alarmierend, die Vegetation bereits betroffen. Hintergrund sind Hitzewellen und zu wenig Niederschläge. Das beeinträchtigt Landwirtschaft, Stromerzeugung etwa durch Wasserkraft und die Binnenschifffahrt. Auf vielen Flüssen wie dem Rhein sind die Pegelstände so niedrig, dass Schiffe nur noch mit einem Bruchteil des Üblichen beladen werden können.

Die Sommerernte dürfte dieses Jahr um einiges geringer ausfallen, erklärte die EDO weiter. So würde der Ertrag an Körnermais 2022 um 16 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre liegen. Bei Sojabohnen und Sonnenblumen dürfte das Minus 15 und zwölf Prozent betragen.

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