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Klimagipfel Kopenhagen Hoffen auf Plan B für´s Klima

Seite 2/2

Greenpeace-Aktivisten mahnen Quelle: dpa

Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber ist ebenfalls skeptisch. „Kopenhagen liefert bestenfalls ein Alibi-Ergebnis“, fürchtet der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Doch während sich der eine oder andere Umweltschützer inzwischen sogar ein Scheitern der Verhandlungen wünscht – ein Ende mit Schrecken ist vielen offenbar lieber als ein Schrecken ohne Ende –, hofft Schellnhuber auf einen kleinen Fortschritt, der dann einen Plan B ermöglicht.

Wie dieser Plan B aussehen soll, ist allerdings ungewiss. Die deutsche Regierung jedenfalls hat sich den Klimaschutz auf die Fahnen und in den Koalitionsvertrag geschrieben. Konkret heißt es: „Wir bekräftigen unser Ziel, die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken“. Das ist äußerst ambitioniert. Überraschend kündigte Umweltminister Röttgen zudem an, dieses Ziel nicht an Vorbedingungen knüpfen zu wollen. Egal, was die anderen Staaten also in Kopenhagen beschließen – Deutschland bleibt dabei.

Klimaschutz ist Chefsache

Klimaschutz ist Chefsache – zumindest in Deutschland. Kanzlerin Angela Merkel kündigte in ihrer Regierungserklärung an, eventuell selbst nach Kopenhagen reisen zu wollen. Schon die Wahl des Umweltministers zeigt, wie wichtig ihr das Thema ist. Röttgen gilt als Ausnahme-Intellektueller, er soll Umweltschutz als Markenzeichen ihrer Regierung promoten. Klimaschutz sei ein „Motor für Innovation“, verkündet er, eine ökonomische Modernisierungsstrategie – der Minister läuft sich sprachlich schon mal warm.

Sein neues Buch klingt optimistisch: „Deutschlands beste Jahre kommen noch – warum wir keine Angst vor der Zukunft haben müssen“. Auf dem Cover prangt zwar eine Blume, doch im Inhalt geht es um das bisherige Lieblingsthema des Wirtschaftsexperten: Globalisierung. Umweltpolitik taucht da nur am Rande auf. Im Amt angekommen, hat er inzwischen aufgerüstet: Klimaschutz sei existenziell, rette die Schöpfung und gehöre nun mal zu einer modernen Wirtschaftspolitik – und die findet künftig in seinem Ministerium statt.

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