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Klimawandel-Stresstests EU erwägt neue Vorschriften für Finanzkonzerne

Viele Staaten wehren sich gegen neue Vorschriften für ihre Banken und Versicherungen – doch die EU prüft neue Stresstests für Finanzkonzerne, um die Risiken des Klimawandels besser zu durchleuchten.

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Wie teuer wird der Klimawandel? Und sind die Belastungen tragbar? Das will die EU mit einem neuen Stresstest für Finanzinstitute überprüfen. Quelle: dpa

Brüssel Finanzkonzerne in der Europäischen Union (EU) müssen sich womöglich künftig auch Stresstests unterziehen, die ihre Risiken durch den Klimawandel durchleuchten. Die EU erwägt, die Beteiligungen und Investitionen von Banken im Energiesektor unter die Lupe zu nehmen, wie aus einem Dokument der niederländischen EU-Präsidentschaft hervorgeht, das Reuters einsehen konnte. Mit dem Vorschlag sollen langfristige systemische Risiken verringert werden, die in Verbindung mit extremen Wetterveränderungen und schwankungsanfälligen Energiepreisen stehen. Ins Visier dürften auch der Stahl-, der Transport- und der Immobiliensektor geraten.

EU-Finanzminister und Zentralbanker wollen über solche neuen Stresstests auf einem Treffen am 22. und 23. April in Amsterdam diskutieren. Entscheidungen werden nicht erwartet. Insidern zufolge ist der Vorstoß umstritten, da viele Staaten sich dagegen wehren, ihren Banken und Versicherern neue Vorschriften und Kapitalauflagen zu machen.

Auch der Gouverneur der Bank of England, Mark Carney, hat bereits vor den Folgen des Klimawandels für den Finanz- und Versicherungssektor gewarnt. Europas größter Versicherer Allianz hatte angekündigt, künftig nicht mehr in Kohle zu investieren. Der Konzern wird kein Geld mehr in Unternehmen stecken, wenn sie mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes oder ihrer Energieerzeugung aus Kohle erzielen.

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