Kolumbien Juan Manuel Santos gewinnt Stichwahl

Juan Manual Santos bleibt Präsident von Kolumbien. Er siegte bei der Stichwahl über seinen Herausforderer Óscar Iván Zuluaga.

Juan Manuel Santos bejubelt seinen Wahlsieg in Kolumbien. Quelle: dpa

Juan Manuel Santos bleibt kolumbianischer Staatschef. Der 62-jährige Zentrumspolitiker setzte sich am Sonntag bei der Stichwahl um das Präsidentenamt gegen seinen rechten Rivalen Óscar Iván Zuluaga durch. Nach Auszählung von 99 Prozent der abgegebenen Stimmen erhielt Santos 50,9 Prozent, Zuluaga kam auf 45,1 Prozent, wie die Wahlkommission auf Basis vorläufiger Ergebnisse bekanntgab. Die weitere Amtsperiode von Santos dauert von 2014 bis 2018.

In der ersten Wahlrunde am 25. Mai hatte Zuluaga noch mit einem Vorsprung von 3,5 Prozentpunkten vor Santos gelegen. Der Präsident hatte sich als Garant eines Erfolgs bei den Friedensgesprächen mit der Guerilla zur Wiederwahl gestellt. Zuluaga ist ein Kritiker der Friedensgespräche.

Eine Woche vor der Stichwahl hatte Santos Fortschritte bei den seit November 2012 in Havanna laufenden Verhandlungen mit der Farc-Guerilla verkündet. Vergangenen Dienstag kündigte er die Aufnahme von Sondierungsgesprächen mit der Eln an, der zweitgrößten Rebellen-Organisation in Kolumbien. Zuluaga war mit harter Kritik an der „Nachgiebigkeit“ des Präsidenten gegenüber der Guerilla in die Stichwahl gegangen.

Diese Volkswirtschaften geben 2050 den Ton an
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Platz 9: Russland und der IranDank erneut hoher Ölpreise und einer stark steigenden Konsumnachfrage ist das russische BIP im Jahr 2011 laut amtlicher Statistik um 4,3 Prozent gewachsen. Für die kommenden drei Jahre sagen die HSBC-Experten Wachstumsraten in ähnlicher Größenordnung voraus. Sie gehen davon aus, dass Russland bis 2050 durchschnittlich um 3,875 Prozent wächst. Damit würde das Riesenreich in der Liste der größten Volkswirtschaften der Welt von Rang 17 (2010) auf Rang 15 steigen. Ebenfalls eine durchschnittliche Wachstumsrate von 3,875 Prozent bis 2050 prophezeit die britische Großbank dem Iran. Im Jahr 2011/2012 betrug das Bruttoinlandsprodukt Schätzungen zufolge circa 480 Milliarden US-Dollar. Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen Irans zählen die Öl- und Gasindustrie, petrochemische Industrie, Landwirtschaft, Metallindustrie und Kfz-Industrie. Die Inflationsrate wird von offizieller Seite mit 22,5 Prozent angegeben, tatsächlich liegt sie bei über 30 Prozent. Die Arbeitslosenrate beträgt offiziellen Angaben zufolge 11,8 Prozent. Quelle: dpa-tmn
Ginza-Viertel in Tokio Quelle: dpa
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Copacabana Quelle: AP
Baustelle in Jakarta Quelle: AP

„Gestern gewann die Nationalelf, heute gewinnt der Frieden“, schrieb Santos am Sonntag nach seiner Stimmabgabe auf Twitter - in Anspielung auf den 3:0-Sieg Kolumbiens bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Griechenland.

In Wahlaufrufen der beiden Kandidaten, die von der Zeitung „El Tiempo“ am Sonntag veröffentlicht wurden, erklärte Santos die Friedensgespräche zum wichtigsten Punkt seines Regierungsprogramms. Ein erfolgreicher Abschluss werde ein Wirtschaftswachstum von jährlich bis zu acht Prozent ermöglichen. Zuluaga erklärte dagegen in seinem letzten Aufruf, er werde den Gewalttätigen weder Immunität noch politische Privilegien gewähren. Der Basis der Guerilla bot er aber eine „großzügige Wiedereingliederung“ an.

Die Farc-Guerilla hatte eine einseitige Waffenruhe um die Stichwahl herum verkündet. Am Samstag kam es jedoch zu einem Gefecht mit Heerestruppen im Departement Antioquia, bei dem ein Farc-Regionalchef getötet wurde. Rund 450.000 Polizisten und Militärs sicherten die Abstimmung ab.

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