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Kolumbien Twitter sperrt Konten von früheren Farc-Kommandeuren

Die kolumbianische Polizei hat die Sperrung gefordert, weil die Kommandeure zu Terrorismus anstiften würden. YouTube und Twitter sperrten sie danach.

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FARC-Kommandeur Ivan Marquez nach einer Pressekonferenz in Bogota. Quelle: Reuters

Twitter und Youtube haben die Accounts von ehemaligen Farc-Kommandeuren gesperrt. „Twitter sperrt Konten, die gegen die Twitter-Regeln verstoßen“, war auf den Konten von Iván Márquez und Jesús Santrich sowie der „Segunda Marquetalia“ am Freitag (Ortszeit) zu lesen. Die kolumbianische Polizei hatte die Sperrung der Accounts am Donnerstag mit der Begründung gefordert, dass sie zum Terrorismus anstiften könnten.

Márquez hatte auf Twitter ein Video mit einem Gewehr und ebenfalls bewaffneten Männern verbreitet, in dem er heftige Kritik an der Regierung von Präsident Iván Duque übt. Die früheren Farc-Anführer Luciano Marín alias „Iván Márquez“ und Seuxis Hernández alias „Jesús Santrich“ gehören zu der Dissidentengruppe „Segunda Marquetalia“ der Ex-Guerilla-Organisation.

Sie hatten beide das Friedensabkommen mitausgehandelt, das 2016 mehr als 50 Jahre bewaffneten Konflikts zwischen der linken Farc und der kolumbianischen Regierung beendete. In einem Video im August 2019 beschuldigten sie Präsident Duque, das Friedensabkommen verraten zu haben, und kündigten an, wieder zu den Waffen zu greifen. Während des jahrzehntelangen bewaffneten Konflikts in Kolumbien kamen rund 220 000 Menschen ums Leben, Millionen wurden im Land vertrieben.

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