Konflikt mit Nordkorea US-Vizepräsident warnt vor Ende der „strategischen Geduld“

Mike Pence richtet bei seinem Südkorea-Besuch deutliche Worte in Richtung des Nachbarlandes. Er hat vor allem eine Hoffnung zur Entschärfung des Konfliktes.

Der US-Vizepräsident beim Besuch eines Beobachtungspostens in der Nähe des Dorfes Panmunjom. Quelle: AFP

SeoulUS-Vizepräsident Mike Pence hat bei einem Besuch im Grenzgebiet auf der koreanischen Halbinsel Nordkorea davor gewarnt, die Entschlossenheit der USA zu unterschätzen. Die „Ära der strategischen Geduld“ gegenüber Nordkorea sei beendet, sagte Pence am Montag in Camp Bonifas in der Nähe der Grenze von Süd- und Nordkorea. Das Camp Bonifas befindet sich nur rund 2400 Meter südlich der entmilitarisierten Zone der beiden verfeindeten Länder.

US-Präsident Donald Trump sei Pence zufolge hoffnungsvoll, dass China seine „außergewöhnlichen Hebel“ benutzen werde, um Druck auf Nordkorea auszuüben, seine Waffen aufzugeben. Später am Montag wird Pence auf den kommissarischen Präsidenten Südkoreas, Hwang Kyo-ahn, treffen. Dabei wird voraussichtlich die von Nordkorea ausgehende wachsende nukleare Bedrohung im Mittelpunkt stehen. Am Sonntag hatte das nordkoreanische Militär einen Flugkörper von der Ostküste nahe der Hafenstadt Sinpo abgeschossen. Nach Angaben des südkoreanischen und des amerikanischen Militärs scheiterte der Raketentest allerdings.

Der US-Vizepräsident will vor dem Hintergrund der verschärften Spannungen um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm die Solidarität der USA mit dem südkoreanischen Verbündeten bekunden. Weitere Stationen seiner offiziellen Reise in die Asien-Pazifik-Region werden vom Dienstag an Japan, Indonesien und Australien sein.

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