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Konflikt Zweitgrößte Stadt der Region Tigray unter äthiopischer Kontrolle

Die Streitkräfte sollen nun auch in die Hauptstadt der Region vordringen, so Regierungschef Abiy Ahmed. Über 33.000 Menschen sind bereits aus Tigray geflohen.

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Äthiopien hat Regierungsangaben zufolge im Konflikt um Tigray die zweitgrößte Stadt der Region, Adigrat, unter ihre Kontrolle gebracht. Die Streitkräfte seien nun in Richtung Mekelle unterwegs, der Hauptstadt der Region, teilte das Büro von Regierungschef Abiy Ahmed am Samstag im staatlichen Fernsehen mit.

Äthiopiens Regierung hatte nach Monaten der Spannungen zwischen Addis Abeba und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) jüngst eine Offensive gegen die Rebellengruppe und Regierungspartei von Tigray begonnen. Dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zufolge trieb der Konflikt bereits etwa 33.000 Menschen zur Flucht in das Nachbarland Sudan. Die Zahl könnte demnach noch auf rund 200.000 steigen.

Die TPLF war die dominante Partei in der Parteienkoalition, die Äthiopien mehr als 25 Jahre lang mit harter Hand regierte. Als Regierungschef Abiy Ahmed 2018 in Äthiopien an die Macht kam, brachte er Reformen auf den Weg, entfernte Funktionäre der alten Garde und gründete eine neue Partei, der die TPLF nicht beitrat.

Die TPLF und viele Menschen in Tigray fühlen sich von der Zentralregierung nicht vertreten und wünschen sich größere Autonomie. Unter Abiy Ahmed – der 2019 den Friedensnobelpreis erhielt – sind ethnische Spannungen in dem Vielvölkerstaat mit rund 112 Millionen Einwohnern gestiegen.

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