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Konjunktur Deutsche Industrie besorgt über Eskalation in Handelskonflikt

Der Konflikt könnte europäische Unternehmen mit Produktionsstätten in den USA und China direkt treffen. Auch die exportstarke deutsche Wirtschaft wäre betroffen.

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Die Deutsche Industrie befürchtet eine Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China - und eine starke Belastung der deutschen Wirtschaft. Quelle: dpa

Berlin Die deutsche Industrie warnt vor negativen Konsequenzen durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China. „Der anhaltende Konfrontationskurs zwischen den USA und China gefährdet die Weltwirtschaft massiv“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Handelskonflikt wirke sich umso stärker auf die Weltkonjunktur aus, je länger er dauere. „Unternehmen investieren nicht, wenn unklar ist, ob ihre Geschäfte bald durch Zölle unterbrochen werden. Der Konflikt trifft direkt europäische Unternehmen, die Produktionsstätten in den USA und China haben.“

Nach der Erhöhung der US-Zölle auf China-Waren hatte Peking seinerseits Sonderabgaben auf US-Produkte im Wert von 60 Milliarden US-Dollar (53,34 Mrd Euro) angekündigt. Die Bundesregierung und führende Wirtschaftsforscher hatten ihre Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr bereits deutlich gesenkt. Ein Hauptgrund sind Unsicherheiten wegen Handelskonflikten. Das belastet die exportstarke deutsche Wirtschaft. Auch der Streit zwischen den USA und der EU ist weiter nicht beigelegt.

Die Reaktion aus Peking beweise, wie schädlich Zollspiralen für Verbraucher und Unternehmen seien, sagte Lang. Die schnelle Antwort drohe die kontraproduktive Entwicklung weiter zu beschleunigen.

Auch die angedrohten US-Zölle auf Fahrzeuge und Fahrzeugteile seien ein erhebliches Risiko für die Weltwirtschaft, so Lang. „Zölle unter dem Deckmantel der nationalen Sicherheit schaden den USA und ihren Nato-Verbündeten. Dies hat weder sicherheitspolitisch noch wirtschaftspolitisch Sinn.“ China und die USA seien wichtige Märkte für deutsche Unternehmen. „Wirtschaftlich wird kein beteiligtes Land von einem Handelskonflikt profitieren. Nationale Alleingänge und Zölle sind falsch.“

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