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Konjunktur US-Wirtschaft wächst schwächer als erwartet

Aktuelle Konjunkturdaten versprechen neuen Schwung, doch zum Jahresbeginn ist die US-Wirtschaft weniger stark gewachsen als erwartet. In einer dritten Schätzung wurde vor allem der private Konsum nach unten korrigiert.

Die US-Wirtschaft erholt sich nicht so stark wie geplant. Quelle: dpa

Die Wirtschaft in den USA ist zu Jahresbeginn schwächer gewachsen als gedacht. Im ersten Quartal von Januar bis März legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltweit größten Volkswirtschaft mit einer hochgerechneten Jahresrate von 1,8 Prozent zu, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Das sind 0,6 Prozentpunkte weniger als bei der vorangegangenen Schätzung Ende Mai. Den Daten zufolge wurde das Wachstum besonders stark vom privaten Verbrauch gestützt. Allerdings fiel der Effekt schwächer aus als zunächst errechnet.

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Die Wohnungsbauinvestitionen stützten das Wachstum, weil der einst krisengeschüttelte Immobilienmarkt seine Erholung fortsetzte. Schwächer als bisher entwickelten sich hingegen die Investitionen der Unternehmen. Die wichtigen Anlageinvestitionen etwa in Maschinen gaben zu Jahresbeginn deutlich um 8,3 Prozent nach. Aktuell scheinen die Unternehmen ihre Zurückhaltung jedoch abzulegen, wie Regierungszahlen vom Dienstag zeigten.

Der chronisch defizitäre Außenhandel hatte unter dem Strich kaum Auswirkungen, er belastete das Wachstum im ersten Quartal nur leicht. Amerikas Exporte gaben zwar um 1,1 Prozent nach, die Importe sanken aber ebenfalls, wenngleich spürbar schwächer.

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Der Lageraufbau der Unternehmen war wesentlich stärker als zum Jahresende, was die konjunkturelle Entwicklung begünstigte. Die Ausgaben des Staates waren abermals rückläufig, sie drückten das Gesamtwachstum am stärksten.

An den Finanzmärkten geriet der Dollar infolge der Zahlen leicht unter Druck, nachdem er in den vergangenen Tagen gegenüber vielen Währungen zugelegt hatte. Die gegenwärtige Dollarstärke geht auf die US-Geldpolitik zurück: Sollte die amerikanische Konjunktur ihren Erholungskurs fortsetzen, will die Federal Reserve ihre milliardenschweren Anleihekäufe noch im Laufe des Jahres erstmalig zurückführen.

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