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Konjunkturmotor stottert China verzeichnet schwächstes Wachstum seit 28 Jahren

Chinas Wachstum lag im vergangenen Jahr bei 6,6 Prozent. Quelle: AP

Die chinesische Konjunktur stockt. Die Wirtschaft ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr um nur 6,6 Prozent gestiegen. Hintergrund ist in erster Linie die Eintrübung unter dem Eindruck des Handelskonflikts mit Washington.

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Die weltweite Konjunkturlokomotive China verliert an Schwung. Im vergangenen Jahr stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der zweitgrößten Volkswirtschaft so langsam wie seit 28 Jahren nicht mehr. Die am Montag vom Statistikamt mitgeteilte Wachstumsrate sank auf 6,6 Prozent von 6,8 Prozent im Jahr 2017 und fiel damit so hoch aus wie von Ökonomen erwartet.

Der Handelsstreit mit den USA hinterlässt mittlerweile seine Spuren. Investitionen und Konsum schwächelten zum Jahresende. Experten erwarten weitere Konjunkturstützen der Regierung.

„Es wird zusätzliche Impulse geben“, sagte Analystin Christy Tan von der National Australia Bank in Singapur. „Es ist noch nicht die Zeit sich zurückzulehnen.“ Diverse Schritte wurden bereits auf den Weg gebracht. So soll es dieses Jahr unter anderem größere Steuer- und Abgabensenkungen geben.

Ein neue Flut an Wirtschaftshilfen ist allerdings nicht zu erwarten. Nach der globalen Finanzkrise hatte die Volksrepublik vor rund zehn Jahren mit riesigen Konjunkturprogrammen dafür gesorgt, dass die globale Wirtschaft nicht in eine Depression stürzte. Eine Folge davon waren allerdings auch immense Schuldenberge von Firmen und öffentlicher Hand.

Für 2019 wird die Führung in Peking ein niedrigeres Wachstumsziel ausgeben, wie Reuters jüngst von Insidern erfuhr. Angestrebt wird demnach eine Spanne von 6,0 bis 6,5 Prozent. Analysten erwarten im Schnitt eine Abschwächung auf 6,3 Prozent. An den Finanzmärkten wird befürchtet, dass die Abkühlung die gesamte Weltwirtschaft in Mitleidenschaft zieht.

Im Schlussquartal 2018 verringerte sich der BIP-Anstieg Chinas wie erwartet auf 6,4 Prozent. Es handelt sich um die schwächste Rate seit der Finanzkrise. Im Vorquartal waren es noch 6,5 Prozent gewesen. Überraschend rund lief es zuletzt aber in der Industrie, in der die Produktion im Dezember um 5,7 Prozent zulegte.

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