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Korruptionsvorwürfe Südkoreas Staatsanwaltschaft fordert Haft für Ex-Präsidenten Lee

Dem konservativen Politiker wird unter anderem vorgeworfen, gegen die Verfassungswerte verstoßen und Bestechungsgelder angenommen zu haben.

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Das Urteil soll am 5. Oktober verkündet werden. Quelle: imago

Seoul Die Staatsanwaltschaft in Südkorea hat eine Haftstrafe von 20 Jahren für den früheren Präsidenten Lee Myung Bak wegen Korruption und anderer Vorwürfe gefordert.

Die Anklagevertreter hätten Lee (76) vor dem Seouler Bezirksgericht beschuldigt, seine Macht missbraucht und gegen die Verfassungswerte verstoßen zu haben, berichteten südkoreanische Sender am Donnerstag. Auch forderten sie eine Geldstrafe von 15 Milliarden Won (11,5 Millionen Euro). Zudem sollten elf Milliarden Won von Lees Vermögen eingezogen werden.

Der konservative Politiker, der seit März in Untersuchungshaft sitzt, wies die Vorwürfe zurück. Das Urteil soll am 5. Oktober verkündet werden. Lee wird unter anderem vorgeworfen, als Präsident von 2008 bis 2013 Bestechungsgelder in Millionenhöhe vom Geheimdienst, von Unternehmern und anderen Organisationen angenommen zu haben.

Außerdem soll er Steuern hinterzogen und eine Firma unter dem Namen seines Bruders betrieben haben.

Im August hatte ein Berufungsgericht gegen Lees Nachfolgerin im höchsten Staatsamt, Park Geun Hye, eine 25-jährige Strafe wegen Korruption und anderer Vergehen verhängt. Park wurde vorzeitig ihrer Amtspflichten enthoben.

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