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Kosovo Österreichs Vizekanzler schlägt sich auf Serbiens Seite

Im Streit um die internationale Anerkennung des Kosovo stützt Strache Serbien. Damit stellt er sich gegen die bisherige Politik Österreichs.

„Die Anerkennung des Kosovos vonseiten Österreichs haben wir heftig kritisiert, aber diese Tatsache kann man jetzt nicht mehr ändern“, sagte der österreichische Vizekanzler Strache. Quelle: Reuters

BelgradDer österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat entgegen der bisherigen Politik seines Landes Serbien im Konflikt mit dem Kosovo den Rücken gestärkt. „Kosovo ist ohne Zweifel ein Teil Serbiens“, sagte der Vorsitzende der FPÖ als Juniorpartner in der Regierung der Belgrader Regierungszeitung „Politika“ am Sonntag. „Die Anerkennung des Kosovos vonseiten Österreichs haben wir heftig kritisiert, aber diese Tatsache kann man jetzt nicht mehr ändern“, sagte er dem Blatt weiter.

Demgegenüber will die EU den Beitrittskandidaten Serbien dazu bringen, das fast nur noch von Albanern bewohnte und seit zehn Jahren unabhängige Kosovo als selbstständigen Nachbarstaat zu betrachten. Auch wenn Brüssel nicht die formale diplomatische Anerkennung verlangt, so muss Serbien vor seinem für 2025 geplanten EU-Beitritt einen „rechtsverbindlichen Vertrag“ schließen, damit der jüngste Staat Europas in alle internationalen Organisationen aufgenommen werden kann.

NATO-Bomben hatten 1999 serbisches Militär und Freiwillige aus dem Kosovo vertrieben, nachdem bis zu 800.000 Albaner ihre Heimat hatten verlassen müssen. Die 2008 ausgerufene Unabhängigkeit haben bisher über 110 Staaten anerkannt. Serbien will dagegen seinen früheren Landesteil wieder zurückhaben. Strache kommt am Montag zu Gesprächen mit der Regierung nach Belgrad.

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