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Kriegsverbrechen im Irak Amnesty wirft IS ethnische Säuberung vor

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verurteilte die IS-Gräueltaten. Die Massaker und der Menschenraub des Islamischen Staats seien schwere Kriegsverbrechen.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft der Terrormiliz

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den Extremisten der Terrormiliz Islamischer Staat Kriegsverbrechen im Irak vorgeworfen. So verfolgten die Kämpfer im Norden des Landes eine systematische Kampagne der „ethnischen Säuberung“, zu denen unter anderem Massentötungen und Entführungen gehörten, erklärte die Gruppe mit Sitz in London. „Die Massaker und der Menschenraub des Islamischen Staats liefern grauenhafte neue Beweise dafür, dass Minderheiten von einer Welle der ethnischen Säuberung bedroht sind, die über den Nordirak schwappt“, sagte Amnesty-Mitarbeiterin Donatella Rovera, die sich derzeit in der Region aufhält.

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Amnesty beschuldigte die Extremisten in einem 26-seitigen Bericht, „Hunderte, wenn nicht Tausende“ Frauen und Kinder der religiösen Minderheit der Jesiden entführt zu haben. Die Kämpfer hätten zudem Jungen und Männer der Glaubensgemeinschaft zusammengetrieben und sie anschließend getötet.

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Der jesidische Abgeordnete Mahma Chalil rief die irakische Regierung und die internationale Gemeinschaft auf, dringende Hilfe für die Jesiden zu leisten, die noch immer „andauernden Gräueltaten“ durch die IS-Extremisten ausgesetzt seien. „Sie (die Kämpfer) haben sich große Mühe gegeben, uns zur Abkehr von unserer Religion zu zwingen“, sagte Chalil. „Wir lehnen das ab, weil wir die älteste Religion im Irak sind, die Wurzeln in Mesopotamien hat.“

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Der Amnesty-Bericht trägt zu wachsenden Beweisen für das Ausmaß der Verbrechen der Terrormiliz Islamischer Staat bei, seit die Gruppe im Juni ihren Vormarsch von Syrien ins Nachbarland Irak startete. Seitdem haben die sunnitischen Extremisten weite Gebiete im Norden und Westen des Iraks eingenommen.

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