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Liberalismus Die Idee der Freiheit

Kaum eine politische Philosophie steht derart unter Druck wie der Liberalismus – von den Parteien im Stich gelassen, von den Menschen mit Argwohn betrachtet. Dabei zeigt seine Geschichte, dass er für die Freiheit des Einzelnen kämpft.

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Keine politische Ideologie ist so kalt und inhaltsleer wie der Liberalismus – und keine zugleich so anspruchsvoll. Wahrscheinlich deshalb steckt er ständig in der Krise. Seine Feinde empfinden die Unbestimmtheit des Freiheitsbegriffs, die ihn auszeichnet, als Provokation – und dringen darauf, ihm eine sozialmoralische Richtung vorzugeben. Und seine falschen Freunde verwechseln das Ideal der Selbstbestimmung, das ihn adelt, mit Selbstgenügsamkeit – und verraten die Authentizität eines offenen, riskanten Lebens durch abgezirkelte Karrieren und gesellschaftliche Selbsteinpassung. Offenbar sind wir alle zu schwach, um es auf Dauer mit der ambitionierten Gehaltlosigkeit des Liberalismus aufzunehmen.

Der Konservativismus und die Sozialdemokratie kennen derlei Probleme nicht. Beide politische Stilrichtungen bieten den Menschen etwas Bejahbares an: eine Projektionsfläche, eine Identität. Die Konservativen schöpfen aus dem reichen Reservoir der (nationalen) Kultur und Geschichte. Sie bauen auf Bewährtes, hüten die Tradition und pflegen die alten Werte, sie hegen überlieferte Ordnungen. Die Sozialdemokraten haben sogar immer den Fortschritt und das große Ganze im Blick, die Gesellschaft, den Staat und den Weltfrieden. Sie dienen sich uns an als Navigatoren auf dem Weg nach Utopia; angetrieben von der erneuerbarsten aller politischen Energien, der „sozialen Gerechtigkeit“.

Avantgardistisches Programm

Allein der Liberalismus, der lässt uns im Stich. Der hält uns hinein in die Welt, wie sie ist – und gibt uns einen Stups. Der erteilt uns keine Ratschläge und weist uns keine Richtung, kennt weder Herkunft, Weg noch Ziel. Der Liberalismus ist eine einzige Zumutung. Er zwingt uns die Freiheit auf, irgendwas aus ihr zu machen. Sie zu nutzen oder nicht.

Es fällt uns heute schwer, nachzuvollziehen, dass dieser in der Philosophie als „negativ“ bezeichnete Freiheitsbegriff einmal revolutionär aufgeladen war, das Denken der Menschen vor 200, 300 Jahren erleuchtete und die politischen Verhältnisse umstürzte. Der Liberalismus war damals ein avantgardistisches Programm, das praktisch auf die Begrenzung der absoluten Königs- und Fürstenmacht und die Überwindung des Feudalzeitalters zielte und theoretisch die zentralen Fragen der Neuzeit aufwarf: In welchem Verhältnis sollten künftig Gleichheit und Freiheit zueinander stehen, Individuum und Staat, Eigentum und Verantwortung?

Dabei bringt der Liberalismus von Anfang an das Kunststück fertig, das scheinbar Gegensätzliche spannungsreich in eins zu denken. Er stellt die natürliche Gleichheit der Menschen an die erste Stelle, denn sie ist Grundbedingung der Freiheit. Und doch ist ihm nichts heiliger als die individuelle Freiheit, weil sich in ihr die Würde des Menschen ausdrückt.

Die Kraft der Freiheit aber will in zivilisierten Gesellschaften beherrscht sein und regiert werden, damit sie der Freiheit der anderen nicht in die Quere kommt. Gesichert ist die individuelle Freiheit daher nur im unparteiischen Rechtsstaat – und wenn „Eigentum“ in des Wortes anspruchsvollster Bedeutung gedacht wird: als Eigentum der Menschen an ihren Gütern – und an ihrer Person. Bereits John Locke erklärt in seiner zweiten „Abhandlung über die Regierung“ (1690) property (den Selbstbesitz) zur Zentralkategorie des Liberalismus, von der sich das Recht auf „life, liberty, and estate“ ableitet.

John Locke entwickelt hier unter dem Eindruck der Glorious Revolution (1688/89), die dem englischen Absolutismus ein Ende setzt und mit der „Bill of Rights“ das Parlament zum Träger der Staatssouveränität erhebt, eine Grundidee des Liberalismus: Die Menschen seien von Natur aus mit elementaren Freiheitsansprüchen ausgestattet, die keine irdische Macht infrage stellen dürfe.

Der Staat als Zweckverband

Dabei greift Locke einerseits auf die christliche Vorstellung von der Gleichheit aller Menschen vor Gott zurück, andererseits auf das humanistische Ideal der menschlichen Selbsterschaffung. Der Staat sei nur ein Zweckverband zum Schutz bürgerlicher Freiheitsrechte – nicht dazu da, um das Gemeinwohl zu fördern, sondern um allen Bürgern das Glück von Eigentum zu garantieren und ihnen Selbstentfaltung zu ermöglichen.

Es sind Gedanken, die ein knappes Jahrhundert später fast wörtlich in die Unabhängigkeitserklärung der USA (1776) einfließen: „We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness.“ Wobei das „Streben nach Glück“ zweifach betont werden muss: als Streben nach Glück – und als Streben nach Glück.

Immanuel Kant

Wie emphatisch diese Freiheit zum Ich als Verantwortung zur Inbesitznahme der eigenen Persönlichkeit aufgefasst wird – davon gibt in jenen Jahren vor allem Immanuel Kant eindrucksvoll Zeugnis. Freiheit, so der Königsberger Philosoph in seiner berühmten Antwort auf die Frage, was „Aufklärung“ sei, beinhalte nicht nur das Recht auf eigene Meinung, sondern auch die Pflicht, „sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen“. Kant macht darauf aufmerksam, dass echter Freiheit ein Zwang innewohnt: Sie will ergriffen werden und gekonnt sein. „Sapere Aude!“, ruft er 1784 seinen Mitmenschen zu: Findet endlich einen Weg raus aus eurer selbstverschuldeten Unmündigkeit!

Die Pluralität der Meinung, die mit der Ausbildung individueller Freiheiten einhergeht, scheint ihm der rechte Impfstoff zu sein gegen den dogmatischen Rationalismus vieler Aufklärer. Ohne Vielfalt, Fülle und Farbigkeit der Gedanken, Urteile und Tätigkeiten, so Kant im Vierten Satz seiner „Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht“, (1784) „würden in einem arkadischen Schäferleben, bei vollkommener Eintracht, Genügsamkeit und Wechselliebe alle Talente auf ewig in ihren Keimen verborgen bleiben“ – und „die Menschen, gutartig wie die Schafe, die sie weiden...ihrem Dasein kaum einen größeren Wert verschaffen, als dieses ihr Hausvieh hat“.

Die Französische Revolution lehrt die liberalen Aufklärer fünf Jahre später, dass die Freunde der Vielfalt im Arkadien der Gleichheit Gefahr laufen, so lange guillotiniert zu werden, bis auch sie sich zu Schafen erklären. Der jakobinische Terror schockiert die Liberalen. Fassungslos verfolgen sie, wie die Verheißung der Freiheit sich in eine „Tyrannei der Mehrheit“ (Alexis de Tocqueville) verwandelt – und wie ihre Gleichheitsidee einer Herrschaftsclique den Vorwand liefert, im Namen aller despotisch zu sein.

Schutz von Minderheiten

In der Folge schärft der Liberalismus nicht nur seine traditionellen Positionen; er gewinnt auch dezidiert politische und kulturkritische Züge. Der Zweifel, dass das Volk es nicht nötig habe, seine Macht über sich selbst zu beschränken, hat sich erhärtet. Die heroische Abwehr von Uniformität, Zentralsteuerung und Majoritätsmacht steht künftig im Zentrum liberaler Überlegungen. Die vorrangige Aufgabe von Staat und Regierung bestehe nicht darin, den Mehrheitswillen durchzusetzen und die „Stimme des Volkes“ institutionell zu verkörpern, sondern ganz im Gegenteil: im Erhalt der Meinungsvielfalt, im Schutz von Minderheiten. Schließlich in der Stärkung von Familien, Vereinen, föderalen Strukturen und kleinen Einheiten.

Unter dem Eindruck der heraufziehenden Massendemokratie und aus Angst vor dem Diktat des „vorherrschenden Meinens und Empfindens“ (John Stuart Mill), in der entschiedenen Abwehr jeder noch so gut gemeinten staatlichen Vormundschaft und zum Schutz der individuellen Freiräume wird im 19. Jahrhundert das klassische Repertoire des Liberalismus ergänzt: Neben unveräußerliche Menschenrechte, individuelle Freiheit, Eigentum und Rechtssicherheit treten pädagogische Inhalte, republikanische Elemente und ein Set von Bürgertugenden.

Dahinter steht die Befürchtung, dass der „Mangel an Reife zur Freiheit“ mit einem „Mangel intellektueller und moralischer Kräfte“ (Wilhelm von Humboldt) korrespondiert – und dass „die allgemeine Tendenz in der ganzen Welt … dahin“ geht, die „Mittelmäßigkeit zur überlegenen Macht unter den Menschen zu machen“ (Mill). Theoretisch bleiben die Liberalen felsenfest: Der demokratische Wille ist und bleibt eine Summe pluraler Ansprüche und persönlicher Interessen – und die Freiheit an sich ein Wert, der keiner positiven Bestimmung bedarf. Als gute Soziologen aber erkennen sie zugleich, dass die Willensbildung sich in einer modernen Demokratie in einem anonymen, „gesellschaftlichen“ Prozess vollzieht – und rufen zur Befestigung der Freiheit die Bildung, die Religion (Humboldt), das vorbildhafte Beispiel (Mill) und das Subsidiaritätsprinzip (Alexis de Tocqueville) zu Hilfe.

Wilhelm von Humboldt gibt in seinem „Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staats zu bestimmen“ (1792) den Ton vor: „Je mehr… der Staat mitwirkt, desto ähnlicher ist nicht bloß alles Wirkende, sondern auch alles Gewirkte“, so seine Warnung – „allein was der Mensch beabsichtet und beabsichten muss, ist ganz etwas andres, es ist Mannigfaltigkeit und Tätigkeit“. Humboldt fürchtet, dass seine Zeitgenossen sich von dem Gedanken erhoben fühlen, „Glieder eines Ganzen zu sein“ – bereit, sich entwürdigen zu lassen als des Staates „Haufe ernährter Sklaven“. Mit viel Pathos erinnert er an den „wahren Zweck“ des Menschen: „die höchste und proportionierlichste Bildung seiner Kräfte“ – und daran, dass dazu „Freiheit die erste und unerlässlichste Bedingung“ sei.

Starke, eigensinnige Bürger

Kein Zweifel: Humboldts Staat ist ein Staat unabhängiger und – im besten Sinne – eigensinniger Bürger. „Kraftvolle Charaktere“, die sich aus freien Stücken zu einem Sozialgewebe verbinden, haben naturgemäß ein Interesse an einem Staat, der „sich aller Sorgfalt für (ihren) positiven Wohlstand“ enthält. Bildung, Sittlichkeit und Freiheit stellen für den preußischen Reformer eine Art heilige Dreifaltigkeit wider die Gleichheitsgefahr dar.

Zumindest theoretisch. Denn praktisch sieht John Stuart Mill die Sache der Freiheit schon 1859 so gut wie verloren. Die kapitalistische Wirtschaftsordnung, die „Verbesserungen der Verkehrsmittel“ und die „Zunahme von Handel und Gewerbe“, haben das Problem der massendemokratischen Gleichheit noch einmal verschärft: „Früher lebten verschiedene Ränge, Nachbarschaften, Gewerbe und Berufe in, man kann sagen, verschiedenen Welten. [Heute] lesen, hören, sehen [alle] dieselben Dinge, gehen an dieselben Orte, richten Hoffnungen und Befürchtungen auf dieselbe Sache.“

Es ist offensichtlich, dass Mill die Wucht seiner Kulturkritik als Kontrastfolie dient, um seinen (beinah’) verlorenen Helden, die Freiheit, (noch einmal) umso heller erstrahlen zu lassen: „Energische Charaktere mit großem Format gehören schon jetzt bloß noch in den Bereich der Sage“, so Mill; stattdessen sei es heute „das Ideal des Charakters, ohne markanten Charakter zu sein“. Angesichts einer Masse, die ihr Denken frei Haus geliefert bekomme „von Leuten, die ihr sehr gleichen“, sei schon „die bloße Weigerung“, vor der öffentlichen Meinung „in die Knie zu sinken, an sich ein Verdienst“.

Der Kampf zwischen Freiheit und Autorität, den Mill zur „Lebensfrage der Zukunft“ stilisiert, stehe auf des Messers Schneide: Es sei an den „Starken“, „Vitalen“ und „Wenigen“, den vielen Matten ein „Beispiel zu geben für aufgeklärte Lebensführung, besseren Geschmack und Sinn im Menschenleben“ – und es sei an der Regierung, einzusehen, dass „der Wert eines Staates“, dem „Wert der Individuen entspricht, die ihn bilden“. Eile sei geboten: „Wenn der Widerstand wartet, bis das Leben nahezu auf einen gleichförmigen Typus gebracht ist, dann wird man alle Abweichungen von diesem Typ als gottlos, unmoralisch, ja sogar monströs und widernatürlich ansehen.“

Es sollte uns hoffnungsfroh stimmen, dass die Liberalen die Gleichheit seither unaufhaltsam auf dem Vormarsch wähnen – und dass die Freiheit dennoch nicht totzukriegen ist. Vielleicht liegt die Krise des Liberalismus ja darin begründet, dass er uns seit anderthalb Jahrhunderten nichts Neues zu sagen hat? Dass uns die Liberalen seit Humboldt und Mill in endlosen Reprisen einen „Mangel an Reife zur Freiheit“ attestieren – und uns dem immergleichen Vorwurf aussetzen, wir seien sicherheitsverliebte Herdentiere, die nur darauf warten, sich von einem fürsorglich-paternalistischen Staat auf sattgrüne Weidegründe führen zu lassen? Kann es sein, dass wir dieses ewige Lamento einfach nicht mehr hören können?

Zwiespältige Freiheit

Tatsache ist, dass die Sache der Freiheit in den westlichen Wohlfahrtsstaaten weder gewonnen hat noch verloren ist. Allein ihre Zwiespältigkeit hat stetig zugenommen.

Der wissenschaftlich-technische Fortschritt, die Ausdifferenzierung der Gesellschaft und das wirtschaftliche Wachstum haben ihr einerseits ein schier unendliches Spielfeld eröffnet: „Nie zuvor hatten so viele Menschen so große Lebenschancen wie heute“ (Ralf Dahrendorf) – doch nie zuvor wurden wir zugleich von so vielen anonymisierten Prozessen, systemischen Logiken, unternehmerischen Zwängen und politischen Alternativlosigkeiten bedrängt. Nie zuvor war so viel Weltwissen gesammelt, vernetzt und verbreitet – und nie zuvor die Bereitschaft größer zu normierter Bildung und beruflicher Funktionalität, zu konformistischem Medienkonsum und trivialer Freizeitverbringung.

Nie zuvor war unsere Gesellschaft so individualisiert, so eingesponnen ins Private, so tolerant und breit aufgefächert in Berufe, Hobbys, Vorlieben – und nie zuvor ist der Gesellschaftskörper zugleich so gegenwartspolitisch korrekt im Wind der herrschenden Meinung gesegelt, mitgerissen von den Strömungen der Zeit: von der Umverteilungs- und Wohlfahrtswut der sozialen Gerechtigkeitskämpfer (ab 1970er-Jahre) über den Deregulierungsfuror und Steuersenkungskannibalismus der Trivialliberalen (ab 1990er-Jahre) bis hin zum heutigen Ökocalvinismus grüner Global-Moralisten.

Keiner hat diese Ambivalenz der modernen Freiheit und Gleichheit schärfer gesehen als Alexis de Tocqueville. Seine beiden Schriften „Über die Demokratie in Amerika“ (1835/1840) sind Kunstwerke modernen Widerspruchsdenkens. Das Ziel einer demokratischen Regierung, „die Gesellschaft in einem Status quo zu erhalten, der eigentlich weder Niedergang noch Fortschritt ist [und] den sozialen Körper in einer Art von Verwaltungsschlummer zu belassen, den die Verwalter gute Ordnung und öffentliche Ruhe zu nennen pflegen“, so Tocqueville, korrespondiert trefflich mit einem Individualismus, der „jeden Staatsbürger geneigt macht, sich von der Masse zu isolieren und sich mit seiner Familie und seinen Freunden abseits zu halten“.

Hellsichtig erkennt Tocqueville, dass der „Fortschritt“ der Demokratie vor allem darin besteht, dass sie im Vergleich zu früheren Herrschaftsformen „den Despotismus vervollkommnet“. Der Despotismus der Zukunft, so Tocqueville, wird „ausge-dehn-ter und sanfter sein und die Menschen erniedrigen, ohne sie zu quälen“ – Tocqueville sieht „eine unübersehbare Menge… gleicher Menschen, die sich rastlos um sich selbst drehen…, die Schlaffheit ihrer Sitten, die Weite ihrer Bildung…, die Milde ihrer Moral, ihre arbeitsamen und geordneten Gewohnheiten“ – und er sieht, wie sich über diesen Bürgern eine „gewaltige Vormundschaftsgewalt“ erhebt, „die es allein übernimmt, ihr Behagen sicherzustellen…, vorausschauend und gütig“.

Wächteramt des Liberalismus

Dass diese Sätze heute noch unverändert brauchbar sind, beweist, dass dem Liberalismus und seiner Freiheitsidee eine überzeitliche Kraft innewohnt. Mag sein, dass der Liberalismus keine Denkinnovation mehr liefert. Als Weltanschauungs-Mahnmal, das an das Beste in uns erinnert, brauchen wir ihn allemal.

Die modernen Liberalen haben ein Wächteramt inne, das macht sie nicht beliebt, aber unverzichtbar. Sie machen uns auf die Freiheitsverluste aufmerksam, die mit unserer Sehnsucht nach Sicherheit und paternalistischer Fürsorge einhergehen. Sie warnen uns vor den Smarties, die nach dem Bachelor-Examen streben, um ihre Funktionsintelligenz schnellstmöglich darauf zu verwenden, jedes Lebensrisiko auszuschalten.

Sie sind die Gralshüter einer Freiheit, die Arbeitslose nicht abhängig wissen will von der „Stallfütterung“ des Staates. Sie sind die Kassandras, die nicht müde werden, uns vom „Taschengeld-Staat“ zu erzählen, der uns „mehr und mehr die freie Verfügung über unsere Einkommen entzieht“ – und von der „Pumpmaschine des Leviathan“ (Wilhelm Röpke), der sich zur Rechtfertigung seiner Existenz unsere Steuermilliarden aneignet, um sie von Singles zu Ehepaaren umzuschichten, von Kleinkindern zu Studenten, von Großstadtmietern zu Solardachbesitzern. Vor allem aber sind es die Liberalen selbst, die Wagemutigen und die Lebenskünstler, die unbeirrt ihren Weg gehen und uns daran erinnern, dass wahre Freiheit vor allem eins meint: ein Leben, das man spürt.

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