Livesendung im Fernsehen Putin stellt sich Bürgerfragen

Das Interesse an der „Fernsehsprechstunde“ von Kremlchef Putin ist gewaltig. Mehr als 1,5 Millionen Fragen senden die Russen vorab ein. Mit der Ukraine-Krise und der Wirtschaftslage scheinen die drängendsten Punkte klar.

Wie Muskelprotz Putin sich fit hält
In Sotschi ließ sich Sportfan Wladimir Putin nicht nur auf den Tribünen blicken. Hier posiert er mit Teilnehmern der Paralympischen Spiele. Quelle: dpa
Mit schicker Sonnenbrille... Quelle: rtr
...verfolgte er die Wettkämpfe auf den Pisten von Krasnaya Polyana. An seiner Seite: der russische Sportminister Vitaly Mutko. Quelle: dpa
Hier geht es im Sessellift mit Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew (Mitte) auf den Berg – zur nächsten Abfahrt. Quelle: rtr
Um ein wenig Muskeln aufzubauen, hat Wladimir Putin als schmächtiger Junge den Nutzen von Judo erlebt. 2005 stieg er zu Showzwecken noch einmal auf die Matte. Quelle: AP
Mit seinen Kampfsportkenntnissen – die er hier bei einer Trainingsstunde in St. Peterburg noch einmal vorführte – konnte sich der als schwächlich beschriebene „Wolodja“ in seiner Heimatstadt gegen stärkere Nachbarjungs verteidigen. Quelle: REUTERS
Legendär sind die Aufnahmen, die Putin in freier Wildbahn zeigen. Hier als Indiana-Jones-Double in Sibirien... Quelle: AP
... und beim Schwimmtraining, ebenfalls in Ost-Sibirien. Quelle: AP
Hoch zu Ross: Seinen freien Oberkörper präsentiert Wladimir Putin auch, wenn er nicht im Wasser ist, sondern wie hier auf dem Rücken eines Pferdes sitzt... Quelle: rtr
...oder am Fluss angelt. Quelle: dpa
Wladimir Putin bei einem seiner Streifzüge durch die russische Natur, bei denen er gerne auch mal... Quelle: dpa
...eine Waffe bei sich trägt. Quelle: rtr
Wobei er hin und wieder auch angezogen auf die Jagd geht. Quelle: AP
Wladimir Putin beim Schießtraining in der Halle. Quelle: rtr
Wladimir Putin testet Waffen und Fahrzeuge eben gerne selbst aus. Hier besteigt Putin im Ural gerade einen Panzer. Quelle: rtr
Und hier lässt er sich auf eine Fahrt in einem Mini-U-Boot ein. Quelle: dpa
Eine Sportart, der Putin wie viele andere Russen auch zugetan ist, ist Eishockey. Quelle: AP
Hin und wieder wagt er sich auch selbst aufs Eis – wie hier im Januar 2014. Quelle: AP
In seinem Team: der Präsident Weißrusslands Alexander Lukashenko (l.). Quelle: rtr

Zum 13. Mal stellt sich Russlands Präsident Wladimir Putin am Donnerstag im Fernsehen den Fragen von Bürgern. Themen der live ausgestrahlten Traditionssendung „Direkter Draht“ sind voraussichtlich die Ukraine-Krise und die gespannten Beziehungen zum Westen. Viele Menschen hätten vorab zudem wirtschaftliche Themen angesprochen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Es ist die 13. Ausgabe der Sendung, in früheren Jahren dauerte sie meist mehrere Stunden. Vorab gingen per Internet, Telefon und SMS mehr als 1,5 Millionen Fragen ein. Dem Kreml zufolge nahm Putin sich zwei Tage Zeit, um sich inhaltlich vorzubereiten.

Putin spricht...

Der Westen hatte Russland nach der als Völkerrechtsbruch kritisierten Einverleibung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim und wegen Moskaus Ostukraine-Politik mit Sanktionen belegt. Die Strafmaßnahmen verschärfen die Wirtschaftskrise der Rohstoffmacht Russland, die zuletzt unter einem niedrigen Ölpreis litt.

Die Außenminister der sieben großen westlichen Industrienationen (G7) hatten am Mittwoch zum Abschluss eines Treffens in Lübeck an Russland appelliert, die zwei Monate alten Friedensvereinbarungen von Minsk vollständig einzuhalten und den Einfluss auf die Separatisten in der Ostukraine endlich zu nutzen. Davon machen sie auch die Aufhebung von Sanktionen abhängig. Zugleich bekräftigten die G7 ihren Beschluss aus dem vergangenen Jahr, Russland wegen der Annexion der Krim bis auf weiteres von allen Treffen auszuschließen.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) machte aber deutlich, dass die Tür für Moskau nicht für immer verschlossen sein muss. An einer „Isolierung“ Russlands habe niemand Interesse, sagte er. „Gerne hätten wir Bedingungen, wo Russland wieder Teil der G8 und von G8-Treffen sein wird.“

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In der 17-seitigen Abschlusserklärung des Lübecker Treffens heißt es, insbesondere bei der Einhaltung des brüchigen Waffenstillstands und beim Abzug schwerer Waffen müsse es jetzt „nachprüfbare Fortschritte“ geben. Der Appell richtet sich an alle Konfliktparteien. Russland wird aber mit Nachdruck ermahnt, seinen „beträchtlichen Einfluss“ auf die Separatisten tatsächlich geltend zu machen. Weiter heißt es in dem Papier: „Sanktionen sind kein Selbstzweck.“ Ihre Dauer sei aber daran geknüpft, dass Russland die Vereinbarungen von Minsk vollständig einhalte und die Souveränität der Ukraine respektiere. Gegen den Waffenstillstand wird von beiden Seiten immer wieder verstoßen.

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