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„Logische Fehler“ Russland zweifelt UN-Bericht zu Giftgasangriff in Syrien an

Mehr als 80 Menschen starben am 4. April bei einem Giftgasangriff auf die syrische Stadt Chan Scheichun. Doch Russland zweifelt den offiziellen UN-Bericht zum Vorfall an. Der Bericht enthalte „logische Fehler“.

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Am 4. April 2017 starben in der syrischen Stadt Chan Scheichun mindestens 80 Menschen bei einem Giftgasangriff. Quelle: dpa

Moskau Russland zieht den Bericht von UN-Experten zu dem verheerenden Giftgasangriff auf die syrische Stadt Chan Scheichun am 4. April mit mehr als 80 Toten in Zweifel. Der sogenannte Joint Investigative Mechanism (JIM) macht die syrische Regierung für die Attacke verantwortlich. Dagegen sagte der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow, in dem Bericht passe vieles nicht zusammen. Es gebe „logische Fehler, dubiose Zeugen und unbestätigte Beweise“, sagte er am Freitag in Moskau der Agentur Interfax zufolge.

Russland als Verbündeter der syrischen Regierung sieht die Schuld bei der Opposition. Vor allem ist Moskau verärgert über die USA, die als Vergeltung für den Chemie-Attacke am 7. Mai eine syrische Luftwaffenbasis beschossen haben.

Rjabkow nannte die Untersuchung des JIM voreingenommen. Moskau werde bald eigene Vorschläge machen, „um diese Arbeit zu normalisieren, um sie vor Spekulationen zu schützen“, sagte er. JIM ist das gemeinsame Untersuchungsteam der Vereinten Nationen und der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) mit Sitz in Den Haag.

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