WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Maschine flog neuen Kurs Flug MH370: Systeme gezielt abgeschaltet

Die Signalübertragung gezielt abgeschaltet, der Kurs Richtung Westen geändert: Neue Erkenntnisse zum verschwundenen Flug MH370 weisen klar auf eine Entführung hin. Bestätigen will das Malaysias Regierung nicht. Es werde in alle Richtungen ermittelt, betont der Premier.

Die größten Flughäfen der Welt
Hongkong International Airport Chek Lap Kok (HKG) Quelle: REUTERS
Frankfurt Rhein-Main (FRA) Quelle: dpa
Airport Dallas/Fort Worth Quelle: AP
Paris-Charles-de-Gaulle Quelle: dpa
Los Angeles International Airport (LAX) Quelle: AP
Airport Tokio-Haneda (HND) Quelle: dpa
Airport Chicago O'Hare (ORD) Quelle: AP

Die seit einer Woche in Südostasien vermisste Passagiermaschine ist nach Überzeugung der Ermittler von ihrem Kurs abweichend nach Nordwesten gesteuert worden. Das berichtete der malaysische Ministerpräsident Najib Razak am Samstag auf einer Pressekonferenz in Kuala Lumpur. Medienberichte, dass es sich um eine Flugzeugentführung handelte, betätigte er nicht. „Wir ermitteln noch alle Möglichkeiten.“ Die Suche nach dem am vergangenen Samstag verschwundenen Flugzeug habe aber „eine neue Phase“ erreicht.

Zwei Kommunikationssysteme an Bord der Boeing 777-200, die Daten zu Kontrollstationen übermitteln, seien „mit hoher Wahrscheinlichkeit absichtlich“ abgeschaltet worden, sagte der Premier. Das ACARS-System (Aircraft Communications Addressing and Reporting System) sei nach dem Start von Kuala Lumpur noch kurz vor der Ostküste Malaysias deaktiviert worden. Das zweite Gerät, der Transponder, habe wenig später keine Daten mehr gesendet. Das deute auf eine „absichtliche Aktion von jemandem an Bord des Flugzeugs“ hin.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Das malaysische Militär habe ein Flugzeug auf seinem Weg nach Westen verfolgen können, bei dem es sich nach heutiger Erkenntnis mit großer Wahrscheinlichkeit um Flug MH370 gehandelt habe. Aus dem letzten Kontakt mit einem Satelliten um 08.11 Uhr (Ortszeit) am 8. März seien zwei mögliche Flugkorridore abgeleitet worden: Einer erstrecke sich von Nordthailand bis nach Kasachstan und Turkmenistan, der andere von Indonesien in den südlichen Indischen Ozean. Die Suchaktion sei entsprechend neu ausgerichtet worden, sagte der Premier.

An Bord der Maschine sind 239 Personen, darunter zwei kleine Kinder im Alter von drei und vier Jahren. Der überwiegende Teil der Passagiere kommt aus China und Malaysia, außerdem befinden sich zwei Kanadier und ein Niederländer an Bord.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%