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Medienbericht US-Truppen „übergaben“ angeblich Stadt in Nordsyrien an Russen

Beim Abzug der US-Truppen aus Manbidsch hätten sie das russische Militär einem Medienbericht zufolge unterstützt. Eine Quelle spricht von einer „Übergabe“.

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US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende den Rückzug noch verbleibender Soldaten in Nordsyrien angeordnet. Quelle: dpa

Bei ihrem Abzug aus der Stadt Manbidsch in Nordsyrien sollen die US-Truppen das dort eintreffende russische Militär laut einem Medienbericht teilweise unterstützt haben. „Im Grunde genommen war es eine Übergabe“, zitierte das Magazin „Newsweek“ einen ranghohen Mitarbeiter im Pentagon. Der Abzug aus Manbidsch sei ein „schneller Abgang“ gewesen, eine Art gemeinsamen „Rundgang“ mit den Russen habe es nicht gegeben. Ziel sei gewesen, mit „so vielen Dingen wie möglich“ abzuziehen und dabei „jegliches sensibles Gerät“ zu zerstören.

Das für Syrien zuständige Zentralkommando der US-Streitkräfte bestätigte den Bericht auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst nicht. Das russische Verteidigungsministerium teilte der Agentur Interfax zufolge lediglich mit, dass die US-Truppen Manbidsch in Richtung Irak verlassen hätten. Das russische Militär patrouilliere in der Gegend. Die syrische Armee habe die „volle Kontrolle“ über Manbidsch übernommen. Zugleich sprach das Ministerium von einem „organisierten Zusammenwirken mit der türkischen Seite“.

Am Montag waren syrische Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad in dem kurdisch kontrollierten Norden des Landes eingetroffen. Sie werden von Russland unterstützt. Manbidsch liegt knapp zwei Autostunden östlich von Aleppo und westlich des Flusses Euphrat. Rebellen hatten die Stadt im syrischen Bürgerkrieg eingenommen, bevor Extremisten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sie überrannten. 2016 brachten Kurdenmilizen die Stadt mit Unterstützung des US-Militärs schließlich unter ihre Kontrolle. Kurdischen Quellen zufolge betrieben die USA dort zuletzt drei Stützpunkte.

US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende den Rückzug der noch verbleibenden US-Soldaten aus dem Nordosten Syriens angeordnet. Der Zeitplan dafür ist unbekannt. Die Truppen würden aber in der Region bleiben, um ein Wiedererstarken des IS zu verhindern. Ein kleiner Teil bleibe an einem Truppenstandort im Süden des Landes.

Syrische und kurdische Quellen sowie Aktivisten meldeten am Dienstag die Ankunft syrischer Regierungstruppen in Manbidsch. Im syrischen Staatsfernsehen waren Aufnahmen zu sehen, die zeigen sollen, wie Anwohner die eintreffenden Soldaten begrüßen. Kurdischen Quellen zufolge wurden in verschiedenen Stadtteilen syrische Flaggen gehisst. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, 150 US-Soldaten hätten sich von Manbidsch aus auf den Weg in den Irak gemacht.

Mehr: Wie Assad und Putin vom Rückzug der USA aus Syrien profitieren.

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