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Meeresschmuggel Uno sanktioniert Firmen wegen Verstößen gegen Nordkorea-Embargo

Die Uno will verhindern, dass Nordkorea durch Schmuggel an Öl und Kohle gelangt. Nun hat sie 21 Reedereien und 27 Schiffe mit Sanktionen belegt.

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Seit 2006 wird Nordkorea mit Sanktion belegt. Die Uno will verhindern, dass Reedereien und Schiffe diese auf dem Meeresweg umgehen. Quelle: dpa

Washington/New York Die USA treiben im Weltsicherheitsrat neue Sanktionen gegen Nordkorea voran. Die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley sagte am Freitag, der Sanktionsausschuss des Sicherheitsrates für Nordkorea habe sich einstimmig für neue Strafmaßnahmen ausgesprochen. 21 Reedereien, 27 Schiffe und eine Einzelperson würden dadurch mit Sanktionen belegt, sagte Haley. Ziel sei es, zu verhindern, dass Nordkorea bestehende UN-Sanktionen umgehe und durch Meeresschmuggel an Öl und Kohle gelange.

Die Mehrheit der Unternehmen stammen demnach aus Nordkorea. Andere haben ihren Sitz in China, auf den Marshallinseln, in Panama, Singapur oder auf Samoa. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, Nordkorea beim Schmuggel von Öl und Kohle geholfen zu haben. Zur Strafe werden nun etwa Konten eingefroren oder Schiffen der Zugang zu Häfen verwehrt.

Dass es eine einstimmige Einigung gegeben habe, sei ein klares Zeichen dafür, dass die internationale Gemeinschaft geeint maximalen Druck auf Pjöngjang aufrechterhalten wolle, sagte Haley.

Parallel dazu gibt es eine sanfte diplomatische Annäherung. Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un war vor wenigen Tagen erstmals seit seiner Amtsübernahme vor sechs Jahren ins Ausland gereist und hatte den chinesischen Präsidenten Xi Jinping getroffen. Mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In will er sich am 27. April zu einem Gipfel treffen. Eine erste Annäherung zwischen Nord- und Südkorea hatten bereits die Olympischen Winterspiele gebracht. Auch eine Zusammenkunft zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump ist geplant. Trump hatte am Mittwoch erklärt, er freue sich auf das Treffen mit Kim. Es sei möglich, dass der nordkoreanische Staatschef das Richtige für seine Bevölkerung und für die Menschheit tun werde. „Leider müssen maximale Sanktionen und maximaler Druck um jeden Preis aufrechterhalten werden!“, hatte Trump auf Twitter geschrieben.

Ende der Woche hatte der UN-Sicherheitsrat Dutzende Schiffe und Reedereien wegen Verstoßes gegen die Nordkorea-Sanktionen auf eine schwarze Liste gesetzt. Sie sollen Öl und Kohle für das weitgehend isolierte Land geschmuggelt haben. Mit dem Schritt erhöhten die Vereinten Nationen am Freitag auf Antrag der USA den Druck auf die nordkoreanische Führung - wenige Wochen vor deren geplanten Gipfeltreffen mit Südkorea und den USA.

Seit dem ersten Atomwaffentest durch Nordkorea im Jahr 2006 haben die UN wiederholt Sanktionen verhängt. So ist dem Land unter anderem der Export von Kohle, Eisen, Textilien und Fisch untersagt. Die Einfuhr von Rohöl und Ölprodukten ist beschränkt.

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